Neuerscheinung 2015: Broschüre 325 „Das Ideal des brüderlichen Lebens“

Neuerscheinung 2015: Broschüre 325 "Das Ideal des brüderlichen Lebens" von O. M. Aivanhov aus dem Prosveta Verlag. 60 Seiten. ISBN 978-3-89515-107-1. 4 Euro

Neuerscheinung 2015: Broschüre 325 „Das Ideal des brüderlichen Lebens“

Leseprobe der ersten Seiten der Broschüren-Neuerscheinung

 

Teil I

Von der kleinen zur großen Familie

Seit jeher haben die Menschen gewusst, wie vorteilhaft es ist, sich zu vereinen, um zusammenzuleben. Deshalb haben sie sich in Gemeinschaften organisiert, wo die jeweiligen Aufgaben auf die Qualitäten und Kompetenzen der Einzelnen aufgeteilt werden. Sonst müssten sie jetzt noch in Höhlen Schutz suchen und ihre Tage damit verbringen, im Wald nach Nahrung zu suchen. Als sie sahen, wie nützlich es ist, sich zu vereinen, um mehrere Köpfe, mehrere Arme und mehrere Beine zu haben, konnten alle von dieser neuen Situation profitieren. Jetzt dient jeder jedem und kann von allen profitieren. Er übt nur eine kleine Tätigkeit irgendwo aus, und alles steht zu seiner Verfügung: Schulen, Bibliotheken, die Post, Transportmittel, die Polizei, das Gericht… So konnte sich die Menschheit nach und nach entwickeln, und es entstanden die Kulturen und Zivilisationen.

Aber in Wirklichkeit haben die Menschen das Problem des gemeinschaftlichen Lebens nur dem Anschein nach gelöst: Ja, äußerlich bilden sie Vereinigungen, aber innerlich sind sie oft isoliert, getrennt, fremd und den anderen gegenüber sogar feindselig. Und das Gleiche gilt für die Länder: Sie haben Beziehungen untereinander, und das nennt sich Botschaft, Diplomatie, Außenhandel, aber jeder kümmert sich vor allem darum, seine Interessen zu verteidigen, seine Macht und Überlegenheit zu zeigen, und wenn es sein muss, führen sie auch Krieg gegeneinander, um dies zu erreichen.

In einer Gesellschaft kann man drei Kategorien von Individuen unterscheiden, die den drei Bewusstseinsebenen entsprechen. Diejenigen, die sich lieber isolieren und sich zurückziehen. Diejenigen, die den Vorteil verstanden haben, den sie aus dem gemeinschaftlichen Leben ziehen können und sich aus Eigeninteresse zusammenschließen. Und schließlich diejenigen, die lernen, sich zu öffnen, um den besten Austausch zu unterstützen, indem sie in sich selbst immer mehr das Bewusstsein des Universellen vertiefen.

Natürlich sollte jedes Individuum für seine eigene Entwicklung und für seine eigene Bereicherung arbeiten, aber unter der Bedingung, es nicht nur ausschließlich für sich selbst zu tun und auch an das Wohl der Gemeinschaft zu denken. In dem Augenblick spricht man nicht mehr nur von Gemeinschaft, sondern von Bruderschaft. Die Gemeinschaft ist noch keine Bruderschaft. Eine Bruderschaft ist eine Gemeinschaft, wo ein wahrer Zusammenhalt herrscht, denn jedes Individuum arbeitet bewusst für das Wohl aller.

Man kann die Menschen mit Musikinstrumenten vergleichen: Klarinetten, Geigen, Trompeten, Harfen, Celli, Gitarren… Das göttliche Leben haucht in diese Instrumente hinein oder lässt ihre Saiten erklingen, und jeder erzeugt einen bestimmten Ton. Ursprünglich hat die Kosmische Intelligenz alle gestimmt, damit sie an der großartigen Symphonie des Universums teilnehmen können. Warum schaffen sie es dann nicht, in Einklang miteinander zu schwingen? Weil sie sich nicht bemühen, ihre Bewusstseinsebene zu erhöhen. Wenn man von seinen Befangenheiten und egoistischen Wünschen ganz eingenommen ist, hört man nur Gekreische. Wenn die Menschen sich auf die Idee der Gemeinschaft – oder vielmehr der Bruderschaft – konzentrieren, wird nicht nur die gegenseitige Harmonie wiederhergestellt, sondern sie setzen auch die Kanäle wieder in Gang, die es den himmlischen Energien ermöglichen, in ihnen zu zirkulieren.

Gott hat die Menschen geschaffen, damit sie sich untereinander in Einklang bringen – wie in einem Orchester. Aber das ist nur möglich, wenn das Instrument, das jeder mit seinem physischen und seinen psychischen Körpern darstellt, bereits gut gestimmt ist. Das Orchester bzw. der Chor ist ein Bild, über das es sich zu meditieren lohnt. Bevor die Musiker zu spielen beginnen, stimmen sie ihre Instrumente, und bevor die Chorsänger zu singen beginnen, achten sie auf den Ton, den ihnen der Chorleiter mit seiner Stimmgabel gibt. Aber wenn sie das Orchester oder den Chor verlassen, benimmt sich jeder wieder so, als wäre er allein. Er spielt und singt, was ihm gefällt. Er kann es sich sogar erlauben, falsch zu spielen oder zu singen. Deshalb ist die Menschheit weder ein gutes Orchester noch ein guter Chor.

Wer sich bewusst ist, dass er einer größeren Gesamtheit angehört, als er selber ist, fühlt sich verpflichtet, mit dieser Gesamtheit in Einklang zu schwingen, keine falschen Noten von sich zu geben, damit er die psychische Atmosphäre nicht belastet. Und was geschieht dann? Genau dasselbe, was geschieht, wenn man einem Orchester oder einem Chor angehört: Der Musiker oder der Chorsänger spielt oder singt nur seinen Teil der Partitur, aber er hört die Harmonie, die die Instrumente oder Stimmen rund um ihn erzeugen, und er fühlt sich ein Stück weitergebracht: Die Kraft, die ihn da überkommt, bringt ihn ganz weit, ganz hoch hinaus in den Raum, wo er in Harmonie mit der Seele aller Wesen lebt. Nur dieses Bewusstsein, einer Gesamtheit anzugehören, die die Menschen übertrifft und mit der sie sich in Einklang bringen sollten, ist günstig für ihre Entwicklung. Immer mehr kommen sie so zu einem Mitklingen mit der Kosmischen Intelligenz, die das Universum nach den Gesetzen der Einheit und der Harmonie geschaffen hat und vieles verbessert sich in ihnen, unter anderem ihre Gesundheit.

Was die Menschen in die Irre führt, ist die Tatsache, dass die Konsequenzen ihres Denkens und Handelns nicht unmittelbar danach eintreten. Sie sehen nicht sofort die guten oder schlechten Ergebnisse. Aber da sich alles in ihrer ätherischen Materie aufzeichnet, ziehen diese Aufzeichnungen günstige oder ungünstige Einflüsse an, die ihrem Verhalten entsprechen. Jeder sollte sich also fragen, wie sein Verhalten auf diejenigen wirkt, die ihn umgeben sowie auf alle sichtbaren und unsichtbaren Geschöpfe, die das Universum bevölkern: Hilft er ihnen oder stört er sie? Werden sie durch sein Leben oder seine Aktivität glücklich?

Aber die meisten Menschen sorgen sich nur darum, ihre Neigungen, ihre Bedürfnisse und ihre Launen zu befriedigen. Um dies zu erlangen, benutzen sie nicht nur ihre wertvollsten Fähigkeiten, die ihnen der Schöpfer gegeben hat, sondern auch die Wissenschaften, die Techniken, die Künste und alle Ressourcen der Natur. Nun, sie übertreten die Regeln, die im Buch des Lebens eingeschrieben stehen. Im Buch des Lebens steht im Gegenteil geschrieben, dass wir alle Mittel, die uns zur Verfügung stehen, für ein göttliches Ideal einsetzen sollten: zum Wohl der ganzen Welt. Diejenigen, die dieses Gesetz nicht respektieren, laufen Gefahr, große Verluste zu erleiden. Zuerst mag ihr Verhalten ja vielleicht ein paar kleine Vorteile bringen, aber bald kommen die Enttäuschungen und Leiden. Versteht mich jetzt gut, ich möchte euch weder einengen noch schikanieren, ich erkläre euch nur, was ihr gewinnt, wenn ihr euch dazu entschließt, euer Bewusstsein auf die Dimension der ganzen Menschheit auszudehnen.

Diese Arbeit der Erweiterung des Bewusstseins muss in der Familie beginnen. Und es gibt bereits so viel zu sagen über die Familie! Seit Tausenden von Jahren – und in den meisten Ländern – bestehen die menschlichen Gesellschaften aus Familien, auch wenn diese Institution verschiedene Formen annimmt. Man spricht von der »Zelle der Familie«, das heißt, dass jede Familie ein Element dieses großen Körpers ist, den man Gesellschaft nennt. Alle Mitglieder helfen sich, unterstützen sich, schützen sich, arbeiten zusammen. Aber dieser Zusammenhalt, dieses Bedürfnis, zusammen zu sein, um sich zu helfen und zu beschützen, sieht man bereits bei vielen Tierarten. Können die Menschen wirklich damit zufrieden sein, dass sie ein analoges Verhalten zeigen wie die Tiere? Es ist in den Plänen der Kosmischen Intelligenz vorgesehen, dass die Formen, die die menschlichen Familien angenommen haben, sich weiterentwickeln, damit sie sich einer weiteren, klareren Vision öffnen können.

Seht nur die Erziehung, die man den Kindern gibt. Ab und zu sagt man ihnen, sie sollen nett, hilfsbereit, höflich und geduldig sein, aber man ermutigt sie vor allem, erfolgreich zu sein, die Ersten zu sein, die anderen zu übertreffen, sie sogar zu vertreiben. Deshalb hat man so viel Wert auf den Unterricht gelegt. Der Unterricht ist eine gute Sache. Der Verstand ist ein gutes Arbeitsinstrument für das Studium und die Erforschung der Materie und dennoch – selbst im Alltag ist er nicht der beste Führer. Warum? Weil er nur einen Teil der Wirklichkeit auffassen kann, und vor allem liegt im Grunde genommen hinter allem, wozu er sich entschließt, ein verstecktes Motiv und eine egoistische Berechnung, die schließlich Probleme schafft.

Wie sich die Bruderschaft unter allen Menschen verwirklichen wird, wie die Erde nur noch eine einzige Familie bilden wird, wie die ganze Welt in Frieden und Harmonie leben wird, das kann der Verstand nicht auffassen. Er kann sich nicht so hoch aufschwingen, um die wahren Heilmittel, die wahren Lösungen zu entdecken. Was er sich vorstellt und was er vorschlägt, von seiner unvollständigen und egozentrischen Sicht der Dinge aus betrachtet, ist immer fehlerhaft und löst nichts auf endgültige Art und Weise. Es gibt Lösungen für alle Probleme, die sich den Menschen stellen, aber um sie zu finden, muss man auch das Herz, die Seele und den Geist zu Rate ziehen.

Von nun an sollte sich die Familie zur Aufgabe machen, ihren Mitgliedern zu helfen, sich mit ihren Gedanken, ihren Gefühlen und ihren Handlungen zur universellen Familie zu vereinigen. Sie sollten wenigstens beginnen zu verstehen, dass das zu ihrem Vorteil ist.

Es gibt zwei Arten, seinen Vorteil zu sehen. Die erste besteht darin, sich nur um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Die zweite besteht darin, zu verstehen, dass der persönliche Vorteil in der Sorge um den gemeinschaftlichen Vorteil liegt. Diejenigen, die nur für sich selbst arbeiten, zeigen, dass sie weder beobachten noch nachdenken können. Jemand hat es geschafft, seinen Komfort und sein Wohlbefinden für sich und seine Familie abzusichern… Das ist sehr gut, aber wie lange? Ein Krieg, eine Revolution, eine Wirtschaftskrise… es können so viele Ereignisse eintreten! Was lässt ihn glauben, dass nicht auch er davon betroffen ist?

Wenn eine Gemeinschaft einem Ereignis ausgesetzt ist, sind die Individuen niemals in Sicherheit. Wenn die Gemeinschaft hingegen im Frieden und im Wohlstand lebt, profitiert jedes Individuum davon. Für sich selbst zu arbeiten ist eine Berechnung, die schließlich die Menschheit enorm viel kostet. Wenn der Gemeinschaft ein Unglück geschieht, ist es zu Ende mit ihrem kleinen Glück und dem Glück ihrer Familie, denn sie sind ein Teil dieser Gemeinschaft, und darin sind sie verletzbar: Es hängt immer ein Damoklesschwert über ihrem Kopf. Wie oft hat man in der Geschichte mächtige und reiche Familien gesehen, wo es schien, dass nichts sie erreichen kann! Im Land traten aber Schwierigkeiten auf, und sie endeten damit, dass sie alles verloren, sogar das Leben.

Und was man für die Individuen und die Familien festgestellt hat, stellte man auch für die Länder fest. Ein isoliertes Land kann nicht dauerhaft in Sicherheit sein. Die einzige Lösung besteht darin, für eine globale Gemeinschaft zu arbeiten. Mögen alle Länder ein einziges Land werden, möge die ganze Erde eine einzige Familie werden. Man wird mir natürlich sagen, dass dies aus vielerlei Gründen unmöglich ist. Ja, ich weiß, und ich kenne diese Gründe so gut wie kein anderer. Aber ich denke und arbeite für die Zukunft. In der Zukunft wird sich diese Einheit verwirklichen, weil schreckliche Ereignisse die Menschen dazu führen werden, ihren Gesichtspunkt zu ändern.

Der Begriff der universellen Familie sollte sich von nun an in jedem Bewusstsein niederlassen. Das heißt nicht, dass ihr eure Familienmitglieder vernachlässigen sollt. Liebt sie weiterhin, helft ihnen weiterhin auf alle möglichen Arten. Aber, glaubt mir, indem ihr euer Verständnis der Familie erweitert, liebt ihr sie und helft ihr noch mehr als vorher. Seid nicht schockiert, wenn ich euch sage, dass bis jetzt eure Familie nicht so sehr von dem profitiert, was ihr für sie tut, auch nicht eure Kinder, denn durch die Art, wie ihr sie liebt, prägt ihr ihnen zu egoistische Begriffe ein. Eines Tages wird euch ihr Geist vorwerfen, dass ihr ihnen nicht den Weg des Lichtes und der wahren Liebe gezeigt habt. Also Achtung, viele glauben, ihre Pflicht zu erfüllen, während sie ihre Familie in Engstirnigkeit, Egoismus und Dunkelheit belassen.

Mit viel weiteren Auffassungen werdet ihr euren Familienmitgliedern wirklich etwas Gutes tun. Und indem ihr sie aufklärt und sie der Welt der Seele und des Geistes annähert, die ihre wahren Eltern, ihre himmlischen Eltern sind, werden sie in den nächsten Inkarnationen kommen, um euch zu suchen, sich zu bedanken und euch Geschenke zu bringen. Wenn ihr hingegen nicht weiter seht, als den Erfolg eurer kleinen Familie, weil euch das gefällt, werdet ihr sie verlieren, sie werden sich nicht mehr bei euch inkarnieren, weil ihr in ihnen keine guten Erinnerungen hinterlassen habt. Eine Familie kann etwas Großes und Wichtiges auf der Erde darstellen, wenn sich all seine Mitglieder bewusst mit der universellen Familie verbinden.

Reihe Broschüren, Nr. 325
ISBN 978-3-89515-107-1
60 Seiten, Paperback
4,00 Euro

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Neuerscheinung 2015: Broschüre 324 „Der Friede, ein höherer Bewusstseinszustand“

Neuerscheinung 2015: Broschüre 324 "Der Friede, ein höherer Bewusstseinszustand" aus dem Prosveta Verlag. 64 Seiten. ISBN 978-3-89515-106-4. 4,00 Euro.

Neuerscheinung 2015: Broschüre 324 „Der Friede, ein höherer Bewusstseinszustand“

Leseprobe der ersten Seiten der Broschüren-Neuerscheinung

In den letzten Tagen, liebe Brüder und Schwestern, habe ich einige Worte zu den Seligpreisungen gesagt, zuerst zu denen Buddhas und dann zu denen Jesu in der Bergpredigt. Euch sind dabei einige Unterschiede aufgefallen, aber das ist ganz normal. Buddha hat fünf Jahrhunderte vor Jesus gewirkt, und so waren die Zeit, in der sie lebten, und ihre jeweilige Aufgabe verschieden. Im Grunde haben sie jedoch einiges gemeinsam.

Nehmen wir zum Beispiel folgende Worte Buddhas: »Selig sind die Friedfertigen, die Boshaftigkeit, Hochmut und Scheinheiligkeit vermeiden und sich tätig in Mitleid, Demut und Liebe üben.« Jesus sagte einfach nur: »Selig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.« Es gibt verschiedene Übersetzungen, man liest auch »die Friedfertigen«, aber ich ziehe »Friedensstifter« wegen des Wortes »Frieden« vor, und es ist dieses Wort, was mich heute interessiert. Jesus kannte die Lehren aller großen Meister, die ihm vorausgegangen waren, und er wusste, welch große Bedeutung Buddha dem Frieden beimaß. Er sagte selbst oft: »Friede sei mit euch!« oder auch »Gehet hin in Frieden!« Und am Schluss sagte er zu seinen Jüngern: »Ich gehe nun von euch und lasse euch meinen Frieden.« Warum sagte er das erst ganz am Schluss? Er hätte ihnen den Frieden ja auch vorher geben können, den hatten doch alle wirklich nötig!

Und auch heute suchen alle Menschen in der Welt nach Frieden, nur hat man eine recht äußerliche Vorstellung davon. Es wird zum Beispiel gesagt: »Lass mich in Frieden!« – was heißen soll: »Ich will meine Ruhe haben.« Frieden ist allerdings weitaus mehr als das! Um ihn zu erleben, muss man ihn vom esoterischen Standpunkt aus betrachten, und das ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Aber genau das interessiert mich. Was verstehen die Eingeweihten unter Frieden? Ansonsten ist es doch ein leichtes, einen Ort zu finden, wo man seine Ruhe haben kann! Man braucht nur in die Wüste oder ins Hochgebirge zu gehen. Nur fehlt es doch gerade am inneren Frieden. Und wie kommt das? Das liegt daran, dass man in seinem Kopf so etwas wie ein Transistorradio hat, und von diesem verflixten Radio mag man sich nicht trennen, ständig ist es da und läuft… Und was man sich alles anhört! Oft ist man auf die Sender der Hölle eingestellt, wo natürlich auch Musik gespielt wird, aber was für eine, das reinste Höllenspektakel! Und doch sind rundherum Frieden, Ruhe und Stille. Ja, im Äußeren ist alles stille, nur im Innern toben Stürme, Gewitter und Orkane. Alles ist in Aufruhr, weil das »innere Radio« läuft, es steht auf Empfang und schnappt so manches auf… Wie kommt das? Ganz einfach dadurch, dass man unwissend ist, denn dann läuft nichts, wie es soll.

Der menschliche Organismus stellt einen Mikrokosmos dar, der genau nach dem Vorbild des Makrokosmos aufgebaut ist, und das bedeutet, dass zwischen den beiden ein Verbindungsnetz besteht. Und die esoterische Wissenschaft beruht auf dem Gesetz der Verbindungen und Entsprechungen. Der Mensch ist winzig klein in einem unermesslich großen Kosmos, und doch hat jedes Organ des Körpers eine Wesensverwandtschaft mit einem Bereich des Kosmos, der ihm entspricht. Natürlich darf man nun nicht meinen, der Kosmos habe Organe, die den unseren gleichen. Ihrer Wesensart nach haben unsere Organe und die des Kosmos jedoch etwas Übereinstimmendes. Sie entsprechen einander vollkommen, und durch das Gesetz der Wesensgleichheit kann der Mensch mit Kräften, Zentren und Welten im Raum in Kontakt treten, die bestimmten Elementen in ihm selbst entsprechen. Die Kenntnis dieser Entsprechungen eröffnet daher unglaubliche Möglichkeiten.

Die esoterische Literatur erwähnt viele Dinge, über die jedoch noch nicht genügend Klarheit herrscht. Immer wieder stoßt ihr auf die Worte »Mikrokosmos« und »Makrokosmos«, aber nur wenige wissen, was das eigentlich bedeutet und wie man die beiden miteinander verbinden kann, um mit ihnen zu arbeiten und zu konkreten Ergebnissen zu kommen. Und nun stellt euch einmal vor, ich sage euch noch, dass der Mikrokosmos im Hinblick auf den Makrokosmos auf dem Kopf steht… dass sich also das, was in dem einen unten ist, sich im anderen oben befindet. Denkt einmal darüber nach, und ihr werdet sehen, wie das euer Verständnis der Dinge durcheinander bringt.

Jesus sagte, wer Frieden stiftet, wird ein Sohn Gottes genannt werden. Aus welchem Grund? Und was bedeutet es, ein Sohn Gottes zu sein? Ein Sohn Gottes zu sein bedeutet, zu sein wie Gott selbst, nach Seinem Bilde gemacht, ebenso wie der Mikrokosmos nach dem Bilde des Makrokosmos gemacht ist. Nur liegt hier die Entsprechung nicht mehr im Bereich des Physischen, sondern des Geistigen. Im Bereich des Geistes finden sich dieselben Entsprechungen wieder. Gott ist das Große, der Sohn Gottes ist das Kleine, und sie gleichen einander. So bilden der Mikrokosmos und der Makrokosmos den Bereich der Materie, der Sohn Gottes und Gott hingegen den Bereich des Geistes.

Bemühen wir uns nun einmal zu verstehen, was der Frieden ist. Der physische Körper wird von einer ganzen Reihe von Organen gebildet, die untereinander verbunden sind. Jedes hat seine besondere Aufgabe, jedoch müssen alle miteinander in harmonischer Übereinstimmung sein, denn sonst treten Störungen auf. In der Musik würde man das Dissonanzen nennen. Wenn also alle Organe ihre Arbeit uneigennützig und unpersönlich für das Wohl des ganzen Organismus ausführen, ist der Mensch wohlauf und im Frieden. Allerdings sind dieses Wohlbefinden und dieser Frieden noch rein physische Zustände. Um Frieden für Seele und Geist zu erlangen, muss man weitaus höher hinaufsteigen. Alle Organe, die den anderen, den psychischen Organismus bilden, müssen frei von Egoismus, Zwiespältigkeit und Voreingenommenheit in Harmonie miteinander schwingen, so wie die Organe des gesunden Körperorganismus. Demnach sind Frieden und Harmonie höhere Bewusstseinszustände. Da der Frieden nun aber doch auch vom Organismus des Körpers abhängt, und da die geringsten Unstimmigkeiten, die in diesem auftreten, die psychische Harmonie stören können, muss alles in Harmonie sein, damit sich völliger Friede einstellt.

Was man sich allgemein unter Frieden vorstellt, ist noch nicht der wahre Frieden. Verspürt man einige Augenblicke oder einige Minuten weder Aufregung noch sonstige Störungen, so kann man das noch nicht Frieden nennen, denn das ist ja kein dauerhafter Zustand. Hat sich der wahre Frieden einmal eingestellt, kann man ihn nicht mehr verlieren. Frieden zu haben bedeutet nicht nur, sich eine Zeit lang gut, ruhig und sorglos zu fühlen, das ist etwas viel Tiefergehendes, Wertvolleres. Es ist nämlich ein Ergebnis, und zwar wovon? Das werdet ihr gleich sehen.

Wenn in einem Orchester alle Instrumente gut gestimmt sind und alle Musiker den Weisungen des Dirigenten folgen, ist das Ergebnis vollkommene Harmonie. Und im Menschen ist der Frieden ebenso ein Zustand der Harmonie, ein vollkommenes Zusammenspiel aller Elemente, Kräfte, Gedanken und Gefühle. Dieser tiefe Frieden, den man gar nicht in Worte fassen kann, ist sehr schwierig zu erreichen, denn dafür braucht man Willenskraft, Liebe und ein großes Wissen. Wenn der Schüler anfängt, das Wesen und die Eigenschaften aller Elemente in sich kennen zu lernen und zu verstehen, wenn er darauf Acht gibt, niemals etwas in sich hereinzulassen, was die Harmonie zwischen diesen Elementen stören könnte, und wenn es ihm schließlich gelingt, alles aus seinem Organismus sowie aus seiner Gedanken- und Gefühlswelt auszuscheiden, was damit nicht in Einklang schwingt, dann erlangt er Frieden.

Wenn einer raucht oder unbesehen alles Mögliche isst und trinkt, führt er seinem Organismus schädliche Elemente zu, die ihn krank machen, und so kann er keinen Frieden finden. Wenn er Zahnschmerzen hat, Koliken oder Herzflattern, wie soll sich dabei Frieden einstellen? Er hat Dinge in sich hereingelassen, die Stauungen oder Gärungen hervorrufen, und die muss er nun wieder ausscheiden. Das Gleiche gilt auf der psychischen Seite. Solange der Mensch die Wesensart seiner Gefühle, Gedanken, Wünsche, Leidenschaften und Instinkte nicht kennt, sich von ihnen aber nährt, von ihnen lebt, wie von der Luft, die er atmet, ohne zu wissen, ob sie ihm denn gut tun oder nicht, wird er niemals Frieden haben.

Frieden ist also die Folge einer genauen Kenntnis der Wesensart der Elemente. Und dann, wie schon gesagt, bedarf es natürlich großer Aufmerksamkeit und des Willens, niemals störende Elemente in sich hereinzunehmen oder hereinzulassen. Erst wenn es dem Menschen gelingt, vernünftig, klug, wach und wachsam genug zu sein, um sein Reich zu schützen – dieses Reich, das er selber ist – wird er beständigen und dauerhaften Frieden erlangen. Und worin wird dieser Frieden bestehen? In einem unbeschreiblichen Glücksgefühl, in dem Empfinden, in einer ständigen Symphonie zu leben, in einem erhabenen Bewusstseinszustand, wobei alle Zellen von einem Lichtmeer durchflutet, von lebendigem Wasser umspült sind und sich von Nektar und Ambrosia ernähren. Der Mensch lebt dann in einer solchen Harmonie, dass der ganze Himmel sich in ihm widerspiegelt. Er beginnt, all die Herrlichkeiten zu entdecken, die er vorher gar nicht bemerkt hatte, weil er zu unruhig war, so dass sein inneres und auch sein äußeres Auge gar nicht auf den Dingen ruhen konnte, um sie wirklich zu sehen.

Wenn jemand Sorgen hat, wenn er gerade erfahren hat, dass er vor dem Ruin steht oder wenn er sonst eine böse Nachricht erhält, dann wird der Ärmste, selbst wenn er an den schönsten Blumen und entzückendsten Mädchen vorbeigeht, nichts davon wahrnehmen, weil er sich auf andere Dinge konzentriert; selbst wenn sein Blick sich darauf richtet, wird er nichts wahrnehmen. Allein der Friede lässt einen die Anwesenheit der allerfeinsten Dinge sehen und verstehen. Darum ist es den Eingeweihten möglich, die ja beginnen, den wahren Frieden zu kosten, die Wunder des Universums zu entdecken. Die anderen Menschen hingegen sind voller Unruhe, laufen hierhin und dorthin, sind so voller Sorgen, ja so gequält, dass sie gar nicht die Zeit finden, einmal Halt zu machen, um das Buch des Lebens zu lesen, das doch um sie herum und auch in ihnen selber ist, und seine Botschaft zu entschlüsseln. So laufen sie durch das Leben, ohne etwas zu sehen.

Der Friede bringt einem also Licht und eine klare Sicht der Dinge. Ebenso ermöglicht er es auch, die Ekstase zu erleben. Diesen Zustand kann man unmöglich erreichen, wenn man verwirrt oder aufgeregt ist. Alle Heiligen, Propheten und Eingeweihten, die die Ekstase erlebt haben, haben erst einmal über lange Zeit – durch Gebet, Fasten und Meditation – sich bemüht, in sich Frieden, Harmonie und die Einheit mit dem ganzen Universum, mit allen von den höchsten Geschöpfen bevölkerten Welten wiederherzustellen. Noch nie ist es vorgekommen, dass jemand die Ekstase erlebt hat, ohne vorher die dazu nötigen Voraussetzungen zu schaffen, vor allem den inneren Frieden.

Friede kann sich allerdings erst dann einstellen, wenn alle Zellen beginnen, in Einklang mit einer hohen, uneigennützigen Idee zu schwingen. Darum sagen die Eingeweihten mit Recht, dass der Mensch so lange keinen Frieden erfährt, wie er seine Zellen und sein ganzes Wesen nicht mit Gedanken der Liebe durchdringt, das heißt mit Barmherzigkeit, Großmut, Uneigennützigkeit und der Bereitschaft zu vergeben. Vorher ist es nicht möglich, denn es sind ja gerade seine Gedanken, die ihm den Frieden bringen. Schaut doch nur, wenn ihr eurem Nachbarn etwas vorzuwerfen habt, ihm nicht vergeben könnt und euch noch den Kopf zerbrecht, wie ihr am besten Rache nehmt… oder ebenso wenn jemand Geld von euch geborgt hat und ihr ständig denkt, wann er es euch wohl wiedergibt, dann ist es doch unmöglich, Frieden zu haben, denn das sind zu persönliche, egoistische Gedanken. Und selbst wenn man für einige Minuten oder auch Stunden zur Ruhe kommt, so ist das noch kein Frieden. Das ist ein Ausruhen, ein Nachlassen des Sturmes (einen solchen Frieden können selbst Spitzbuben haben) und gleich darauf ist man doch wieder von negativen Zuständen erfasst.

Der wahre Friede ist ein geistiger Zustand, den man nicht mehr verlieren kann, wenn man ihn einmal erlangt hat. Wenn ihr den Wunsch habt, den Willen Gottes zu erfüllen, alle Menschen zu lieben, ihnen beizustehen und ihnen zu vergeben, bringt euch dieser Gedanke den Frieden, da er alle Partikel eures Wesens in Einklang schwingen lässt. Ist es euch einmal gelungen, diesen Frieden zu erlangen, nehmt ihr ihn überallhin mit. Gestern hattet ihr ihn, heute ist er noch da, und auch am folgenden Tag, wenn ihr erwacht, ist er immer noch da, und mit Erstaunen stellt ihr fest, dass es nicht einmal mehr einer Anstrengung bedarf, um ihn wiederzufinden. Vorher musstet ihr, um stille zu werden, euch lange konzentrieren, beten, singen oder sogar etwas einnehmen, und nun ist das alles nicht mehr nötig.

An dieser Vorstellung, zu lieben, Gutes zu tun und alles zu vergeben, müsst ihr lange arbeiten, und zwar so lange, bis sie so stark wird, dass sie all eure Zellen durchdringt, die dann anfangen, damit in Harmonie zu schwingen. Dann verlässt euch der Frieden nicht mehr; und selbst wenn Ereignisse auftreten, die euch betroffen machen, schaut ihr in euer Inneres: Der Friede ist da. Das ist nicht mehr wie vorher ein Ruhigstellen, eine mühsam errungene, aufgesetzte Stille, die nur so lange anhält, wie ihr sie bewusst aufrechterhaltet. Habt ihr schon einmal die Raubtiere im Zirkus beobachtet? Solange der Dompteur da ist, hat es den Anschein, als würden sie sich vertragen. Kaum ist er aber fort, fallen sie schon wieder übereinander her. Nun, mit unseren Zellen ist es das Gleiche. Solange ihr euch bemüht, Übungen macht oder Gebete sprecht, spielen sie ein wenig mit und beruhigen sich, kaum seid ihr aber etwas abgelenkt und habt euren Kopf woanders, stellt die Unruhe sich wieder ein. Das gleiche Phänomen sieht man auch in der Gesellschaft, in den Familien, in den Schulen… ja, vor allem in den Schulen: Solange der Lehrer da ist, sind die Kinder brav an ihrem Platz, aber kaum dass er fort ist, laufen sie herum, schreien und zanken sich.

Ebenso ist es mit unseren Zellen, sobald man ein wenig abgelenkt ist, geht es zu wie auf dem Rummel. Also muss man sich um sie kümmern, sie besänftigen, sie waschen und ernähren, so als wären sie unsere Kinder oder unsere Schüler. Und wenn man es dann geschafft hat, sie zu erziehen, können sie ihre Arbeit verrichten, ohne zu streiten und zu palavern. Dann ist Friede da, der tiefe Friede, von dem Jesus sprach und auch Buddha. Ja, denn auch Buddha musste jahrelang daran arbeiten, diesen Frieden zu erlangen. Viele Jahre lang hat er gekämpft und gelitten, um so weit zu kommen, alles in sich zu beherrschen und in Harmonie zu bringen. Es ist doch klar, diesen Frieden kann uns weder der Hochmut, die Böswilligkeit noch die Scheinheiligkeit bringen. Buddha wusste wirklich gut darüber Bescheid, als er sagte, um den Frieden zu erlangen, müsse der Mensch sich von Böswilligkeit, Hochmut und Scheinheiligkeit frei machen und im Gegenteil Mitleid, Demut und Liebe pflegen. Denn gerade diese drei Tugenden bringen alles in Eintracht und Harmonie.

Jesus, seinerseits, sagte nur: »Selig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.« Aber natürlich meinte er damit dasselbe. Um Frieden zu haben, muss man der Demut, dem Mitleid und der Liebe in sich einen Platz schaffen, denn ohne diese Tugenden lebt man in ständiger Unruhe. Ein weiterer Unterschied zwischen Jesus und Buddha besteht darin, dass Buddha nicht von den Belohnungen sprach. Er sagte nur:

»Selig, wer sein Wissen mit Sanftmut und Aufrichtigkeit weitergibt.

Selig, wer seinen Lebensunterhalt verdient, ohne irgendein
Geschöpf zu schädigen oder zu verletzen.

Unsagbar selig, wer aus der Knechtschaft seiner Personalität herausfindet.

Selig, wer die Ekstase erreicht hat durch die Schau der tiefen
und echten Wahrheit bezüglich der Welt und unseres äußeren Lebens.«
Jesus hingegen hat immer die Belohnung hinzugefügt:

»Selig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.

Selig die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdenreich besitzen.

Selig die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.«
Selbstverständlich ist das, was ich euch heute über den Frieden sage, nichts Neues für euch, das habt ihr schon des Öfteren gehört… aber ihr müsst es noch so lange hören, bis ihr den Frieden in euch verwirklicht habt. Damit sich dieser Friede allerdings bis in die physische Ebene hinein einstellen kann, müsst ihr, das möchte ich hier wiederholen, die Ernährungsregeln kennen. Damit er sich in der Astral- und der Mental-Ebene einstellt, müsst ihr die Wesensart der Gefühle und Gedanken kennen.

Zwischen dem Menschen und dem Universum, dem Mikrokosmos und dem Makrokosmos, besteht eine absolute Entsprechung, die der Mensch jedoch durch seine Lebensführung durchbrochen hat. So ist er, und auch sein Organismus, nicht mehr in Übereinstimmung, in idealer, vollkommener Entsprechung mit dem Makrokosmos, mit Gott. Dieses Verhältnis der vollkommenen Entsprechung muss der Mensch nun wiederherstellen. Wenn er einst wieder in Harmonie schwingt mit den Engeln, Erzengeln und der göttlichen Welt, wird er wieder zum bewussten Kind Gottes werden. Aber das ist eine Angelegenheit, in der die Menschen nicht unterrichtet werden. In den Schulen und Familien lernt man alles Mögliche, nur nicht, wie man in sich eine harmonische Schwingung zu allen himmlischen Prinzipien, zu den göttlichen Wesen und zum Herrn des Universums selbst herstellt. Nur sehr wenige Menschen auf der Erde bemühen sich, Frieden zu finden und Ekstasen zu erleben, um so schließlich wieder ihrem Himmlischen Vater, ihrem Schöpfer zu gleichen. Wenn es ihnen aber gelingt, erlangen sie große Vollmachten, und die Engel dienen ihnen, so wie sie Jesus dienten, als es ihm gelungen war, diese Harmonie mit seinem Himmlischen Vater zu erreichen. Ja, als Jesus diesen inneren Frieden erreicht hatte, begannen die Engel, ihm zu dienen. Der Mensch erhält erst dann die wahren Vollmachten, wenn es ihm gelungen ist, in Harmonie mit der ganzen Schöpfung zu schwingen. Solange er jedoch deren Ordnung missachtet, wird er ständig zurückgewiesen, bekämpft und niedergedrückt. Das sind unumstößliche Gesetze, die habe ich mir nicht ausgedacht, und jeder kann sie in sich selber finden.

Reihe Broschüren, Nr. 324
ISBN 978-3-89515-106-4
64 Seiten, Paperback
4,00 Euro

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Neuerscheinung 2015: Broschüre 308 „Das Osterfest“

Leseprobe zur Neuerscheinung 2015: Broschüre 308 "Das Osterfest - Die Auferstehung und das Leben". ISBN 978-3-89515-115-6. 40 Seiten. 4,00 Euro.

Neuerscheinung 2015: Broschüre 308 „Das Osterfest“

 

Teil I

Der physische Körper ersteht nicht auf

 

Weihnachten und Ostern, die Geburt und die Auferstehung von Jesus, sind die zwei Hauptfeste der Christen. Das erste findet am Beginn des Winters statt, und das zweite ist im Frühling. Warum…? Man weiß nichts Genaues über die Geburt von Jesus, und das Osterfest ändert sein Datum jedes Jahr, da man es am Sonntag, der auf den ersten Vollmond im Frühling folgt, feiert. Womit stimmen diese Zeitpunkte also überein?

In Wirklichkeit muss uns der Platz von Weihnachten und Ostern im Kalender verstehen lassen, dass diese Feste symbolisch und in Verbindung mit dem Leben der Natur zu interpretieren sind. Diejenigen, die vor langer Zeit das Datum festgelegt haben, besaßen eine große Wissenschaft. Sie kannten die Verbindungen, die zwischen den Manifestationen der menschlichen Seele und den Erscheinungen in der Natur, die wie die Seele von göttlicher Essenz ist, existieren. Sie hatten tief über das Leben von Jesus und seine Lehre nachgedacht und verstanden, dass, als er sich mit dem kosmischen Prinzip des Christus identifiziert hatte, in ihm ein ideales Zusammentreffen von dem spirituellen Leben und dem der Natur, dem Leben des Universums stattgefunden hatte.

Und dann sind andere gekommen, Theologen, Päpste, Kardinäle, und es mag sein, dass sie es nicht richtig verstanden hatten, es mag sein, dass sie nicht verstehen wollten, und sie machten keinen Unterschied mehr zwischen dem Menschen Jesus und den kosmischen Realitäten, deren lebendiger Ausdruck er geworden war, als er sich mit dem Christus identifiziert hatte. Sie verwechselten, was der physischen Welt angehört und was der Welt der Symbole angehört. Und wenn die Christen noch immer ein so starkes Bedürfnis haben, etwas Wunderbares im Leben von Jesus zu sehen (seine Geburt durch das Einwirken des Heiligen Geistes und seine Auferstehung drei Tage nach seinem Tod), dann, weil sie noch nicht gelernt haben, was das spirituelle Leben wirklich ist und wie es mit dem Leben der Natur verbunden ist. Indem sich das Christentum so deutlich wie möglich von dem Heidentum, das sich durch den Kult der Naturkräfte kennzeichnete, unterscheiden wollte, hat es das lebendige Band mit dem Universum durchtrennt. Deshalb entgeht den Christen jetzt noch immer der tiefe Sinn ihrer Religion. Sie feiern die Geburt von Jesus am 25. Dezember, sie feiern seine Auferstehung im Frühling, und viele wissen nicht einmal warum. Nur einige Eingeweihte, die die wahre Wissenschaft der Symbole besitzen, sehen in der Geburt und in der Auferstehung von Jesus Vorgänge, die in Beziehung mit dem kosmischen Leben stehen und die somit eine universelle Bedeutung haben.

Weihnachten und Ostern stellen zwei wesentliche Seiten aus dem Buch der Natur dar. Auf diese Weise müssen wir über das Leben von Jesus meditieren. Jesus ist natürlich eine historische Figur, aber wir müssen uns gar nicht so sehr damit beschäftigen, wo er geboren wurde, wer sein Vater und seine Mutter waren, welche Wege er in Judäa, Galiläa oder Samaria gegangen ist und wem er begegnet ist… Und es bringt auch nichts, alle möglichen wunderbaren Geschehnisse über ihn zu erfinden, so, als ob die Gesetze der Natur auf ihn keinen Einfluss gehabt hätten. Eines muss klar sein: Die Erhabenheit von Jesus kommt nicht daher, dass er den Gesetzen der Natur entkommen wäre, sondern im Gegenteil, dass er es verstand, ihre Gesetze zu lesen, sie zu interpretieren und sie im inneren Leben anzuwenden.

Jedes Jahr im Frühling feiern die Christen also das Osterfest. An diesem Tag lesen und kommentieren sie die Stelle in den Evangelien, die über die Auferstehung von Jesus berichtet: »Als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa« (Mk 16,1).

Und was lehrt die Kirche jetzt die Christen? So wie Jesus gestorben und auferstanden ist, werden am Ende der Zeit alle Toten auferstehen, sie werden aus den Gräbern kommen, um gerichtet zu werden: Die Bösen werden zu endlosen Bestrafungen verurteilt werden und die Guten werden eine ewige Glückseligkeit kosten…

Seit dem Beginn der Geschichte der Menschheit, das heißt seit Millionen von Jahren, warten alle, die gestorben sind, darauf, mit ihrem physischen Körper aufzuerstehen, um vor Gericht zu stehen. Nun, ich glaube nicht an diese Auferstehung. Warum? Ein Mensch stirbt und man beerdigt ihn. (Lassen wir den Fall von Feuerbestattungen beiseite.) Nun geschieht in etwa das Gleiche wie in einer Druckerei, die Bücher mit Buchstaben aus Blei herstellte. Wenn der Druck eines Buches abgeschlossen war, wurden die Lettern in kleine Fächer geräumt, von wo sie später wieder genommen wurden, um in einer anderen Anordnung einen neuen Text zu bilden. Auf die gleiche Weise stellen die »Buchdrucker«, die Engel der vier Elemente, den Körper eines Menschen, der sich inkarnieren soll, mit Teilchen von Erde, Wasser, Luft und Feuer zusammen. Und wenn er stirbt, zersetzt sich dieser Körper nach und nach. Nach einiger Zeit bleiben nur noch Knochen und dann verschwinden auch die Knochen. Wo sind alle Elemente hingegangen, aus denen der Körper bestanden hatte? Sie sind zurückgekehrt, um sich in der Erde, im Wasser, in der Luft und im Feuer aufzulösen, und von dort werden sie bald wieder gerufen werden, um an der Erbauung neuer Körper teilzunehmen.

In welchem Körper werden die Toten am Ende der Zeit also auferstehen, da dasselbe Material für die Bildung von vielen Generationen von Geschöpfen gedient haben wird? Um die einen wiederherzustellen, würde man notwendigerweise die anderen zersetzen müssen, und so würde sogar das ganze Universum zertrümmert werden, damit jedem die Teilchen seines Körpers zurückgegeben werden können.

Und wenn man dann an alle Monster, Mörder und Henker denkt, die auf der Erde gelebt haben, und auch an alle, die krank waren, Geschwüre oder Syphilis hatten… Welches Schauspiel würde das sein, wenn sie am Tag der Auferstehung erscheinen würden und auf ihren Beinen stehen, um gerichtet zu werden? Und wie viele Milliarden Leute wurden, seitdem es die Menschheit gibt, geboren und sind gestorben? Man kann das nicht einmal berechnen. Wo wird man sie unterbringen, wenn sie wiederkehren werden? Es wird niemals genug Platz geben.

Also frage ich euch, die ihr doch Ästheten seid, wie ihr diese Aussicht findet! Reizend, nicht wahr? All diese Leute in Fleisch und Blut wiederzusehen, wie sie aneinandergedrückt  dastehen… Ich bedaure nur die Richter, mein Gott, die himmlischen Richter tun mir wirklich leid. Wie sollen sie diese Gerüche ertragen? Denn alles muss doch so werden, wie es war. Ja, denn wie soll man jemanden richten, wenn man seinen Geruch nicht kennt? Um das Urteil sprechen zu können, müssen alle Beweise, alle Beweisstücke vorliegen… Wie werden diese erhabenen Geister so viel Hässlichkeit aushalten? Ich weiß wohl, dass sich in dieser Menge einige Heilige und Propheten befinden werden, aber sie werden in der Minderheit sein und sie werden in der Masse verloren gehen wie ein Tropfen Wasser im Ozean.

Arme Christen! Und sie erfreuen sich an der Vorstellung, dass eines Tages diese ganze Menschheit auferstehen wird: ihre Onkel, Tanten, Großväter… Zur Zeit warten alle diese Leute noch bewegungslos, seit Millionen von Jahren schlafen sie in ihren Gräbern. Da hat der Herr aber eine schöne Schule für Faulpelze erfunden! Wie viel Geduld muss Er haben, dass Er die Menschen so lange regungslos herumliegen lässt, ohne dass sie der kosmischen Ökonomie irgendwie dienlich sind! Wie kann der Herr, der doch so aktiv ist, eine solche Untätigkeit dulden, Er, der unaufhörlich einen neuen Himmel und eine neue Erde erschafft und sich niemals ausruht…? Ihr werdet sagen, dass in der Genesis steht, dass Er sich am siebenten Tag ausgeruht hat. Ja, aber dieses Ruhen am siebenten Tag war, wie es scheint, in Wirklichkeit eine andere Arbeit. Ich bin immer wieder darüber erstaunt, wie die Christen die Dinge verstehen.

Die Auferstehung des Fleisches ist eines der Dogmen des Christentums, aber es kann vor der Logik und dem gesunden Menschenverstand nicht bestehen. Das Fleisch wird nicht auferstehen, denn die Toten erstehen nicht auf. Der physische Tod ist ein endgültiger Prozess. Kein Toter kann in seinem physischen Körper auferstehen. Wenn es manchmal so schien, dass einige ins Leben zurückgeführt wurden, dann deshalb, weil sie nicht wirklich tot waren.

Sogar wenn man von jemandem sagt, dass er tot ist, hat ihn das Leben nicht vollkommen verlassen. Der Beweis ist, dass er noch für einige Zeit genügend lebendige Zellen bewahrt und dass man manche Organe von ihm in eine andere Person verpflanzen kann. Und über Jahrhunderte, als die medizinischen Kenntnisse noch recht begrenzt waren, ist es oft passiert, dass man den Tod und das Koma verwechselte. Deshalb konnte man denken, dass ein Mensch, der nach einiger Zeit aus diesem Koma erwachte, auferstanden sei, wobei er aber ganz einfach nicht tot gewesen war.

Ihr werdet sagen: »Aber Jesus hat wirklich Tote auferweckt. Die Evangelien berichten die Fälle von Lazarus, von der Tochter des Jairus und von anderen auch…« Wenn er sie ins Leben zurückgeführt hat, dann weil sie in Wirklichkeit nicht gänzlich tot waren. »War das dann also nicht wirklich ein Wunder?« Doch, denn um diese Männer und Frauen ins Leben zurückzuführen, war es notwendig, dass Jesus nicht nur sehr rein war, sondern dass er auch ganz und gar außergewöhnliche Kräfte besaß.

Als man dem Synagogenvorsteher Jairus verkündet, dass seine Tochter tot sei, sagte Jesus: »Weint nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft« (Lk 8,52). Und über Lazarus sagte er auch: »Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken« (Joh 11,11). Sie waren also nicht wirklich tot. Aber um sie aus diesem »Schlaf« zu reißen, brauchte es die Kraft von Jesus. Weil die Silberschnur, dieses fluidische Band, das die Seele als Prinzip des Lebens an den physischen Körper bindet, noch nicht durchtrennt war, konnte er die Seele zurückrufen und sie in den Körper eintreten lassen. Aber wenn die Silberschnur reißt, dann stirbt der Mensch und kein magisches Ritual und keine Beschwörung können ihn ins Leben zurückführen. Seine Seele kehrt nicht wieder zurück, aber sie wird woanders geboren, in einer anderen Welt.

Ihr müsst das gut verstehen. Wenn ein Mensch tot ist, wirklich tot, dann kann er nicht auferweckt werden, dann kehrt er nicht in die Welt der Lebenden zurück. Dieses Gesetz gilt für alle Menschen, sogar für Jesus. Wenn also Jesus, nachdem er vom Kreuz genommen und begraben wurde, das Grab verlassen hat, dann deshalb, weil er nicht tot war. »Wie bitte?!«, werdet ihr sagen, »er war nach einer derartigen Qual nicht tot?« Wenn er das Grab verlassen und dann Maria Magdalena und einige seiner Jünger getroffen hat, dann weil er nicht tot war. Dass er diese Qual überleben konnte, ist außergewöhnlich, fast unglaublich, aber es gibt dafür eine Erklärung. Nicht nur in dieser Inkarnation, sondern auch in seinen vorhergehenden Inkarnationen hatte Jesus eine gigantische Arbeit an sich selbst geleistet und alle Zellen seines Körpers waren derart belebt, gereinigt und erleuchtet, dass sie den Leiden der Passion und der Kreuzigung standhalten konnten. Die Silberschnur ist nicht gerissen, und so konnten seine Freunde und Nahestehenden seine Wunden heilen.

Seit zweitausend Jahren lehrt die Kirche, indem sie sich auf den Bericht der Evangelien und die Apostelgeschichte beruft, dass Jesus am Kreuz gestorben und dann auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist. Aber das entspricht nicht den Tatsachen. Ich bedaure es aufrichtig, das christliche Bewusstsein schockieren und durcheinanderbringen zu müssen, aber das entspricht nicht den Tatsachen.

Was weiß man vom Leben von Jesus? Die Evangelien berichten nichts über die Zeit zwischen seinem zwölften und dreißigsten Jahr. Es gibt da eine gewaltige Leere, die einige mit allen möglichen Vermutungen zu füllen versucht haben, indem sie Legenden erschufen oder wieder aufleben ließen. Für einige ist er in Palästina geblieben, für andere ist er nach Indien oder nach Ägypten gereist.

Es existieren Schriftstücke, die die Anwesenheit von Jesus in Indien bezeugen. Bei meinem ersten Aufenthalt in Indien konnte ich in einem Kloster in Ladakh ein dort gut behütetes Buch lesen, von dem ich auch eine Kopie in einem Kloster in Kalkutta gefunden habe. Um es lesen zu können, musste ich jeden Tag ins Kloster gehen, denn die Mönche erlaubten nicht, dass man es sich ausleiht. Ich habe dieses Buch in einer englischen Übersetzung gelesen. Man berichtet dort, wie ein sehr junger Mann namens Isa mit einer Karawane aus Palästina in Indien ankam. Er studierte mehrere Jahre lang, und um zu studieren, musste er die Brahmanen aufsuchen, denen er sich letztendlich entgegenstellte und ihnen ihren Kastengeist, ihre Starrköpfigkeit und ihren Mangel an Liebe vorwarf. Und die darauf erzürnten Brahmanen begannen, ihn dann zu verfolgen. Nach einigen Jahren kehrte er nach Palästina zurück, und der Bericht gibt dann das wieder, was wir durch die Evangelien kennen, bis zur Kreuzigung. Aber er endet dort nicht. Er berichtet, wie Jesus, der die Qualen des Kreuzes überlebt hatte, von seiner Mutter und vom Apostel Thomas begleitet, nach Indien zurückkehrte, dass er in Kaschmir lebte und dort in einem sehr hohen Alter starb.

Eines Tages wird es Forscher geben, die fähig sein werden zu erklären, wie sich die Dinge wirklich ereignet haben und wie das Leben von Jesus war. Ich überlasse ihnen diesen geschichtlichen Bereich, die Geschichte ist nicht meine Berufung. Es gibt Themen, die mich viel mehr interessieren. Mögen die Spezialisten ihre Zeit der Suche nach Manuskripten und archäologischen Spuren opfern. Ich konzentriere mich hingegen auf die Prinzipien, und ich sage, was ich nach der wahren Einweihungslehre weiß. Sollen andere durch geschichtliche Zeugnisse Bestätigungen geben.

Wer hat gewusst, was mit Jesus wirklich geschehen ist, nachdem Josef von Arimathäa seinen Leib von Pilatus verlangt hatte, um ihn in ein Grab zu legen? Es ist unmöglich zu sagen… Aber man glaubte, dass er gestorben sei, und da die Christen nicht zugeben konnten, dass Jesus, der einzige Sohn Gottes, am Kreuz stirbt, behaupteten sie, dass er auferstanden wäre. Leider ist das nur ein Produkt ihrer Einbildung.

Ihr werdet sagen: »Aber wenn dann nichts von dem, was die Kirche seit Jahrhunderten über den Tod und die Auferstehung von Jesus lehrt, stimmt, dann haben die Christen zu Ostern nichts zu feiern!« Gerade doch, denn die geschichtlichen Tatsachen sind eine Sache und die spirituellen Tatsachen sind etwas anderes. Es stimmt, dass Jesus gekreuzigt wurde, aber ob er am Kreuz gestorben ist oder nicht, ob er auferstanden ist oder nicht, das ändert nichts an dem, was für uns das Wesentliche sein muss. Und das Wesentliche ist zu verstehen, dass die Auferstehung, die wahre Auferstehung, wie sie in der Einweihungslehre verstanden wird, ein psychischer, ein geistiger Vorgang ist. Es gibt keine Auferstehung des Fleisches. Wenn ein Mensch einmal gestorben ist, ist es mit seinem physischen Körper vorbei. Um auferstehen zu können, muss der Mensch lebendig sein und unermüdlich an sich selbst arbeiten, denn in ihm gibt es den Tod – seine Schwächen und Laster. Und über diesen Tod muss er triumphieren.

Reihe Broschüren, Nr. 308
ISBN 978-3-89515-115-6
40 Seiten, Paperback
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