Neuerscheinung 2015: Broschüre 325 „Das Ideal des brüderlichen Lebens“

Neuerscheinung 2015: Broschüre 325 "Das Ideal des brüderlichen Lebens" von O. M. Aivanhov aus dem Prosveta Verlag. 60 Seiten. ISBN 978-3-89515-107-1. 4 Euro

Neuerscheinung 2015: Broschüre 325 „Das Ideal des brüderlichen Lebens“

Leseprobe der ersten Seiten der Broschüren-Neuerscheinung

 

Teil I

Von der kleinen zur großen Familie

Seit jeher haben die Menschen gewusst, wie vorteilhaft es ist, sich zu vereinen, um zusammenzuleben. Deshalb haben sie sich in Gemeinschaften organisiert, wo die jeweiligen Aufgaben auf die Qualitäten und Kompetenzen der Einzelnen aufgeteilt werden. Sonst müssten sie jetzt noch in Höhlen Schutz suchen und ihre Tage damit verbringen, im Wald nach Nahrung zu suchen. Als sie sahen, wie nützlich es ist, sich zu vereinen, um mehrere Köpfe, mehrere Arme und mehrere Beine zu haben, konnten alle von dieser neuen Situation profitieren. Jetzt dient jeder jedem und kann von allen profitieren. Er übt nur eine kleine Tätigkeit irgendwo aus, und alles steht zu seiner Verfügung: Schulen, Bibliotheken, die Post, Transportmittel, die Polizei, das Gericht… So konnte sich die Menschheit nach und nach entwickeln, und es entstanden die Kulturen und Zivilisationen.

Aber in Wirklichkeit haben die Menschen das Problem des gemeinschaftlichen Lebens nur dem Anschein nach gelöst: Ja, äußerlich bilden sie Vereinigungen, aber innerlich sind sie oft isoliert, getrennt, fremd und den anderen gegenüber sogar feindselig. Und das Gleiche gilt für die Länder: Sie haben Beziehungen untereinander, und das nennt sich Botschaft, Diplomatie, Außenhandel, aber jeder kümmert sich vor allem darum, seine Interessen zu verteidigen, seine Macht und Überlegenheit zu zeigen, und wenn es sein muss, führen sie auch Krieg gegeneinander, um dies zu erreichen.

In einer Gesellschaft kann man drei Kategorien von Individuen unterscheiden, die den drei Bewusstseinsebenen entsprechen. Diejenigen, die sich lieber isolieren und sich zurückziehen. Diejenigen, die den Vorteil verstanden haben, den sie aus dem gemeinschaftlichen Leben ziehen können und sich aus Eigeninteresse zusammenschließen. Und schließlich diejenigen, die lernen, sich zu öffnen, um den besten Austausch zu unterstützen, indem sie in sich selbst immer mehr das Bewusstsein des Universellen vertiefen.

Natürlich sollte jedes Individuum für seine eigene Entwicklung und für seine eigene Bereicherung arbeiten, aber unter der Bedingung, es nicht nur ausschließlich für sich selbst zu tun und auch an das Wohl der Gemeinschaft zu denken. In dem Augenblick spricht man nicht mehr nur von Gemeinschaft, sondern von Bruderschaft. Die Gemeinschaft ist noch keine Bruderschaft. Eine Bruderschaft ist eine Gemeinschaft, wo ein wahrer Zusammenhalt herrscht, denn jedes Individuum arbeitet bewusst für das Wohl aller.

Man kann die Menschen mit Musikinstrumenten vergleichen: Klarinetten, Geigen, Trompeten, Harfen, Celli, Gitarren… Das göttliche Leben haucht in diese Instrumente hinein oder lässt ihre Saiten erklingen, und jeder erzeugt einen bestimmten Ton. Ursprünglich hat die Kosmische Intelligenz alle gestimmt, damit sie an der großartigen Symphonie des Universums teilnehmen können. Warum schaffen sie es dann nicht, in Einklang miteinander zu schwingen? Weil sie sich nicht bemühen, ihre Bewusstseinsebene zu erhöhen. Wenn man von seinen Befangenheiten und egoistischen Wünschen ganz eingenommen ist, hört man nur Gekreische. Wenn die Menschen sich auf die Idee der Gemeinschaft – oder vielmehr der Bruderschaft – konzentrieren, wird nicht nur die gegenseitige Harmonie wiederhergestellt, sondern sie setzen auch die Kanäle wieder in Gang, die es den himmlischen Energien ermöglichen, in ihnen zu zirkulieren.

Gott hat die Menschen geschaffen, damit sie sich untereinander in Einklang bringen – wie in einem Orchester. Aber das ist nur möglich, wenn das Instrument, das jeder mit seinem physischen und seinen psychischen Körpern darstellt, bereits gut gestimmt ist. Das Orchester bzw. der Chor ist ein Bild, über das es sich zu meditieren lohnt. Bevor die Musiker zu spielen beginnen, stimmen sie ihre Instrumente, und bevor die Chorsänger zu singen beginnen, achten sie auf den Ton, den ihnen der Chorleiter mit seiner Stimmgabel gibt. Aber wenn sie das Orchester oder den Chor verlassen, benimmt sich jeder wieder so, als wäre er allein. Er spielt und singt, was ihm gefällt. Er kann es sich sogar erlauben, falsch zu spielen oder zu singen. Deshalb ist die Menschheit weder ein gutes Orchester noch ein guter Chor.

Wer sich bewusst ist, dass er einer größeren Gesamtheit angehört, als er selber ist, fühlt sich verpflichtet, mit dieser Gesamtheit in Einklang zu schwingen, keine falschen Noten von sich zu geben, damit er die psychische Atmosphäre nicht belastet. Und was geschieht dann? Genau dasselbe, was geschieht, wenn man einem Orchester oder einem Chor angehört: Der Musiker oder der Chorsänger spielt oder singt nur seinen Teil der Partitur, aber er hört die Harmonie, die die Instrumente oder Stimmen rund um ihn erzeugen, und er fühlt sich ein Stück weitergebracht: Die Kraft, die ihn da überkommt, bringt ihn ganz weit, ganz hoch hinaus in den Raum, wo er in Harmonie mit der Seele aller Wesen lebt. Nur dieses Bewusstsein, einer Gesamtheit anzugehören, die die Menschen übertrifft und mit der sie sich in Einklang bringen sollten, ist günstig für ihre Entwicklung. Immer mehr kommen sie so zu einem Mitklingen mit der Kosmischen Intelligenz, die das Universum nach den Gesetzen der Einheit und der Harmonie geschaffen hat und vieles verbessert sich in ihnen, unter anderem ihre Gesundheit.

Was die Menschen in die Irre führt, ist die Tatsache, dass die Konsequenzen ihres Denkens und Handelns nicht unmittelbar danach eintreten. Sie sehen nicht sofort die guten oder schlechten Ergebnisse. Aber da sich alles in ihrer ätherischen Materie aufzeichnet, ziehen diese Aufzeichnungen günstige oder ungünstige Einflüsse an, die ihrem Verhalten entsprechen. Jeder sollte sich also fragen, wie sein Verhalten auf diejenigen wirkt, die ihn umgeben sowie auf alle sichtbaren und unsichtbaren Geschöpfe, die das Universum bevölkern: Hilft er ihnen oder stört er sie? Werden sie durch sein Leben oder seine Aktivität glücklich?

Aber die meisten Menschen sorgen sich nur darum, ihre Neigungen, ihre Bedürfnisse und ihre Launen zu befriedigen. Um dies zu erlangen, benutzen sie nicht nur ihre wertvollsten Fähigkeiten, die ihnen der Schöpfer gegeben hat, sondern auch die Wissenschaften, die Techniken, die Künste und alle Ressourcen der Natur. Nun, sie übertreten die Regeln, die im Buch des Lebens eingeschrieben stehen. Im Buch des Lebens steht im Gegenteil geschrieben, dass wir alle Mittel, die uns zur Verfügung stehen, für ein göttliches Ideal einsetzen sollten: zum Wohl der ganzen Welt. Diejenigen, die dieses Gesetz nicht respektieren, laufen Gefahr, große Verluste zu erleiden. Zuerst mag ihr Verhalten ja vielleicht ein paar kleine Vorteile bringen, aber bald kommen die Enttäuschungen und Leiden. Versteht mich jetzt gut, ich möchte euch weder einengen noch schikanieren, ich erkläre euch nur, was ihr gewinnt, wenn ihr euch dazu entschließt, euer Bewusstsein auf die Dimension der ganzen Menschheit auszudehnen.

Diese Arbeit der Erweiterung des Bewusstseins muss in der Familie beginnen. Und es gibt bereits so viel zu sagen über die Familie! Seit Tausenden von Jahren – und in den meisten Ländern – bestehen die menschlichen Gesellschaften aus Familien, auch wenn diese Institution verschiedene Formen annimmt. Man spricht von der »Zelle der Familie«, das heißt, dass jede Familie ein Element dieses großen Körpers ist, den man Gesellschaft nennt. Alle Mitglieder helfen sich, unterstützen sich, schützen sich, arbeiten zusammen. Aber dieser Zusammenhalt, dieses Bedürfnis, zusammen zu sein, um sich zu helfen und zu beschützen, sieht man bereits bei vielen Tierarten. Können die Menschen wirklich damit zufrieden sein, dass sie ein analoges Verhalten zeigen wie die Tiere? Es ist in den Plänen der Kosmischen Intelligenz vorgesehen, dass die Formen, die die menschlichen Familien angenommen haben, sich weiterentwickeln, damit sie sich einer weiteren, klareren Vision öffnen können.

Seht nur die Erziehung, die man den Kindern gibt. Ab und zu sagt man ihnen, sie sollen nett, hilfsbereit, höflich und geduldig sein, aber man ermutigt sie vor allem, erfolgreich zu sein, die Ersten zu sein, die anderen zu übertreffen, sie sogar zu vertreiben. Deshalb hat man so viel Wert auf den Unterricht gelegt. Der Unterricht ist eine gute Sache. Der Verstand ist ein gutes Arbeitsinstrument für das Studium und die Erforschung der Materie und dennoch – selbst im Alltag ist er nicht der beste Führer. Warum? Weil er nur einen Teil der Wirklichkeit auffassen kann, und vor allem liegt im Grunde genommen hinter allem, wozu er sich entschließt, ein verstecktes Motiv und eine egoistische Berechnung, die schließlich Probleme schafft.

Wie sich die Bruderschaft unter allen Menschen verwirklichen wird, wie die Erde nur noch eine einzige Familie bilden wird, wie die ganze Welt in Frieden und Harmonie leben wird, das kann der Verstand nicht auffassen. Er kann sich nicht so hoch aufschwingen, um die wahren Heilmittel, die wahren Lösungen zu entdecken. Was er sich vorstellt und was er vorschlägt, von seiner unvollständigen und egozentrischen Sicht der Dinge aus betrachtet, ist immer fehlerhaft und löst nichts auf endgültige Art und Weise. Es gibt Lösungen für alle Probleme, die sich den Menschen stellen, aber um sie zu finden, muss man auch das Herz, die Seele und den Geist zu Rate ziehen.

Von nun an sollte sich die Familie zur Aufgabe machen, ihren Mitgliedern zu helfen, sich mit ihren Gedanken, ihren Gefühlen und ihren Handlungen zur universellen Familie zu vereinigen. Sie sollten wenigstens beginnen zu verstehen, dass das zu ihrem Vorteil ist.

Es gibt zwei Arten, seinen Vorteil zu sehen. Die erste besteht darin, sich nur um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Die zweite besteht darin, zu verstehen, dass der persönliche Vorteil in der Sorge um den gemeinschaftlichen Vorteil liegt. Diejenigen, die nur für sich selbst arbeiten, zeigen, dass sie weder beobachten noch nachdenken können. Jemand hat es geschafft, seinen Komfort und sein Wohlbefinden für sich und seine Familie abzusichern… Das ist sehr gut, aber wie lange? Ein Krieg, eine Revolution, eine Wirtschaftskrise… es können so viele Ereignisse eintreten! Was lässt ihn glauben, dass nicht auch er davon betroffen ist?

Wenn eine Gemeinschaft einem Ereignis ausgesetzt ist, sind die Individuen niemals in Sicherheit. Wenn die Gemeinschaft hingegen im Frieden und im Wohlstand lebt, profitiert jedes Individuum davon. Für sich selbst zu arbeiten ist eine Berechnung, die schließlich die Menschheit enorm viel kostet. Wenn der Gemeinschaft ein Unglück geschieht, ist es zu Ende mit ihrem kleinen Glück und dem Glück ihrer Familie, denn sie sind ein Teil dieser Gemeinschaft, und darin sind sie verletzbar: Es hängt immer ein Damoklesschwert über ihrem Kopf. Wie oft hat man in der Geschichte mächtige und reiche Familien gesehen, wo es schien, dass nichts sie erreichen kann! Im Land traten aber Schwierigkeiten auf, und sie endeten damit, dass sie alles verloren, sogar das Leben.

Und was man für die Individuen und die Familien festgestellt hat, stellte man auch für die Länder fest. Ein isoliertes Land kann nicht dauerhaft in Sicherheit sein. Die einzige Lösung besteht darin, für eine globale Gemeinschaft zu arbeiten. Mögen alle Länder ein einziges Land werden, möge die ganze Erde eine einzige Familie werden. Man wird mir natürlich sagen, dass dies aus vielerlei Gründen unmöglich ist. Ja, ich weiß, und ich kenne diese Gründe so gut wie kein anderer. Aber ich denke und arbeite für die Zukunft. In der Zukunft wird sich diese Einheit verwirklichen, weil schreckliche Ereignisse die Menschen dazu führen werden, ihren Gesichtspunkt zu ändern.

Der Begriff der universellen Familie sollte sich von nun an in jedem Bewusstsein niederlassen. Das heißt nicht, dass ihr eure Familienmitglieder vernachlässigen sollt. Liebt sie weiterhin, helft ihnen weiterhin auf alle möglichen Arten. Aber, glaubt mir, indem ihr euer Verständnis der Familie erweitert, liebt ihr sie und helft ihr noch mehr als vorher. Seid nicht schockiert, wenn ich euch sage, dass bis jetzt eure Familie nicht so sehr von dem profitiert, was ihr für sie tut, auch nicht eure Kinder, denn durch die Art, wie ihr sie liebt, prägt ihr ihnen zu egoistische Begriffe ein. Eines Tages wird euch ihr Geist vorwerfen, dass ihr ihnen nicht den Weg des Lichtes und der wahren Liebe gezeigt habt. Also Achtung, viele glauben, ihre Pflicht zu erfüllen, während sie ihre Familie in Engstirnigkeit, Egoismus und Dunkelheit belassen.

Mit viel weiteren Auffassungen werdet ihr euren Familienmitgliedern wirklich etwas Gutes tun. Und indem ihr sie aufklärt und sie der Welt der Seele und des Geistes annähert, die ihre wahren Eltern, ihre himmlischen Eltern sind, werden sie in den nächsten Inkarnationen kommen, um euch zu suchen, sich zu bedanken und euch Geschenke zu bringen. Wenn ihr hingegen nicht weiter seht, als den Erfolg eurer kleinen Familie, weil euch das gefällt, werdet ihr sie verlieren, sie werden sich nicht mehr bei euch inkarnieren, weil ihr in ihnen keine guten Erinnerungen hinterlassen habt. Eine Familie kann etwas Großes und Wichtiges auf der Erde darstellen, wenn sich all seine Mitglieder bewusst mit der universellen Familie verbinden.

Reihe Broschüren, Nr. 325
ISBN 978-3-89515-107-1
60 Seiten, Paperback
4,00 Euro

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Neuerscheinung 2015: Broschüre 324 „Der Friede, ein höherer Bewusstseinszustand“

Neuerscheinung 2015: Broschüre 324 "Der Friede, ein höherer Bewusstseinszustand" aus dem Prosveta Verlag. 64 Seiten. ISBN 978-3-89515-106-4. 4,00 Euro.

Neuerscheinung 2015: Broschüre 324 „Der Friede, ein höherer Bewusstseinszustand“

Leseprobe der ersten Seiten der Broschüren-Neuerscheinung

In den letzten Tagen, liebe Brüder und Schwestern, habe ich einige Worte zu den Seligpreisungen gesagt, zuerst zu denen Buddhas und dann zu denen Jesu in der Bergpredigt. Euch sind dabei einige Unterschiede aufgefallen, aber das ist ganz normal. Buddha hat fünf Jahrhunderte vor Jesus gewirkt, und so waren die Zeit, in der sie lebten, und ihre jeweilige Aufgabe verschieden. Im Grunde haben sie jedoch einiges gemeinsam.

Nehmen wir zum Beispiel folgende Worte Buddhas: »Selig sind die Friedfertigen, die Boshaftigkeit, Hochmut und Scheinheiligkeit vermeiden und sich tätig in Mitleid, Demut und Liebe üben.« Jesus sagte einfach nur: »Selig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.« Es gibt verschiedene Übersetzungen, man liest auch »die Friedfertigen«, aber ich ziehe »Friedensstifter« wegen des Wortes »Frieden« vor, und es ist dieses Wort, was mich heute interessiert. Jesus kannte die Lehren aller großen Meister, die ihm vorausgegangen waren, und er wusste, welch große Bedeutung Buddha dem Frieden beimaß. Er sagte selbst oft: »Friede sei mit euch!« oder auch »Gehet hin in Frieden!« Und am Schluss sagte er zu seinen Jüngern: »Ich gehe nun von euch und lasse euch meinen Frieden.« Warum sagte er das erst ganz am Schluss? Er hätte ihnen den Frieden ja auch vorher geben können, den hatten doch alle wirklich nötig!

Und auch heute suchen alle Menschen in der Welt nach Frieden, nur hat man eine recht äußerliche Vorstellung davon. Es wird zum Beispiel gesagt: »Lass mich in Frieden!« – was heißen soll: »Ich will meine Ruhe haben.« Frieden ist allerdings weitaus mehr als das! Um ihn zu erleben, muss man ihn vom esoterischen Standpunkt aus betrachten, und das ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Aber genau das interessiert mich. Was verstehen die Eingeweihten unter Frieden? Ansonsten ist es doch ein leichtes, einen Ort zu finden, wo man seine Ruhe haben kann! Man braucht nur in die Wüste oder ins Hochgebirge zu gehen. Nur fehlt es doch gerade am inneren Frieden. Und wie kommt das? Das liegt daran, dass man in seinem Kopf so etwas wie ein Transistorradio hat, und von diesem verflixten Radio mag man sich nicht trennen, ständig ist es da und läuft… Und was man sich alles anhört! Oft ist man auf die Sender der Hölle eingestellt, wo natürlich auch Musik gespielt wird, aber was für eine, das reinste Höllenspektakel! Und doch sind rundherum Frieden, Ruhe und Stille. Ja, im Äußeren ist alles stille, nur im Innern toben Stürme, Gewitter und Orkane. Alles ist in Aufruhr, weil das »innere Radio« läuft, es steht auf Empfang und schnappt so manches auf… Wie kommt das? Ganz einfach dadurch, dass man unwissend ist, denn dann läuft nichts, wie es soll.

Der menschliche Organismus stellt einen Mikrokosmos dar, der genau nach dem Vorbild des Makrokosmos aufgebaut ist, und das bedeutet, dass zwischen den beiden ein Verbindungsnetz besteht. Und die esoterische Wissenschaft beruht auf dem Gesetz der Verbindungen und Entsprechungen. Der Mensch ist winzig klein in einem unermesslich großen Kosmos, und doch hat jedes Organ des Körpers eine Wesensverwandtschaft mit einem Bereich des Kosmos, der ihm entspricht. Natürlich darf man nun nicht meinen, der Kosmos habe Organe, die den unseren gleichen. Ihrer Wesensart nach haben unsere Organe und die des Kosmos jedoch etwas Übereinstimmendes. Sie entsprechen einander vollkommen, und durch das Gesetz der Wesensgleichheit kann der Mensch mit Kräften, Zentren und Welten im Raum in Kontakt treten, die bestimmten Elementen in ihm selbst entsprechen. Die Kenntnis dieser Entsprechungen eröffnet daher unglaubliche Möglichkeiten.

Die esoterische Literatur erwähnt viele Dinge, über die jedoch noch nicht genügend Klarheit herrscht. Immer wieder stoßt ihr auf die Worte »Mikrokosmos« und »Makrokosmos«, aber nur wenige wissen, was das eigentlich bedeutet und wie man die beiden miteinander verbinden kann, um mit ihnen zu arbeiten und zu konkreten Ergebnissen zu kommen. Und nun stellt euch einmal vor, ich sage euch noch, dass der Mikrokosmos im Hinblick auf den Makrokosmos auf dem Kopf steht… dass sich also das, was in dem einen unten ist, sich im anderen oben befindet. Denkt einmal darüber nach, und ihr werdet sehen, wie das euer Verständnis der Dinge durcheinander bringt.

Jesus sagte, wer Frieden stiftet, wird ein Sohn Gottes genannt werden. Aus welchem Grund? Und was bedeutet es, ein Sohn Gottes zu sein? Ein Sohn Gottes zu sein bedeutet, zu sein wie Gott selbst, nach Seinem Bilde gemacht, ebenso wie der Mikrokosmos nach dem Bilde des Makrokosmos gemacht ist. Nur liegt hier die Entsprechung nicht mehr im Bereich des Physischen, sondern des Geistigen. Im Bereich des Geistes finden sich dieselben Entsprechungen wieder. Gott ist das Große, der Sohn Gottes ist das Kleine, und sie gleichen einander. So bilden der Mikrokosmos und der Makrokosmos den Bereich der Materie, der Sohn Gottes und Gott hingegen den Bereich des Geistes.

Bemühen wir uns nun einmal zu verstehen, was der Frieden ist. Der physische Körper wird von einer ganzen Reihe von Organen gebildet, die untereinander verbunden sind. Jedes hat seine besondere Aufgabe, jedoch müssen alle miteinander in harmonischer Übereinstimmung sein, denn sonst treten Störungen auf. In der Musik würde man das Dissonanzen nennen. Wenn also alle Organe ihre Arbeit uneigennützig und unpersönlich für das Wohl des ganzen Organismus ausführen, ist der Mensch wohlauf und im Frieden. Allerdings sind dieses Wohlbefinden und dieser Frieden noch rein physische Zustände. Um Frieden für Seele und Geist zu erlangen, muss man weitaus höher hinaufsteigen. Alle Organe, die den anderen, den psychischen Organismus bilden, müssen frei von Egoismus, Zwiespältigkeit und Voreingenommenheit in Harmonie miteinander schwingen, so wie die Organe des gesunden Körperorganismus. Demnach sind Frieden und Harmonie höhere Bewusstseinszustände. Da der Frieden nun aber doch auch vom Organismus des Körpers abhängt, und da die geringsten Unstimmigkeiten, die in diesem auftreten, die psychische Harmonie stören können, muss alles in Harmonie sein, damit sich völliger Friede einstellt.

Was man sich allgemein unter Frieden vorstellt, ist noch nicht der wahre Frieden. Verspürt man einige Augenblicke oder einige Minuten weder Aufregung noch sonstige Störungen, so kann man das noch nicht Frieden nennen, denn das ist ja kein dauerhafter Zustand. Hat sich der wahre Frieden einmal eingestellt, kann man ihn nicht mehr verlieren. Frieden zu haben bedeutet nicht nur, sich eine Zeit lang gut, ruhig und sorglos zu fühlen, das ist etwas viel Tiefergehendes, Wertvolleres. Es ist nämlich ein Ergebnis, und zwar wovon? Das werdet ihr gleich sehen.

Wenn in einem Orchester alle Instrumente gut gestimmt sind und alle Musiker den Weisungen des Dirigenten folgen, ist das Ergebnis vollkommene Harmonie. Und im Menschen ist der Frieden ebenso ein Zustand der Harmonie, ein vollkommenes Zusammenspiel aller Elemente, Kräfte, Gedanken und Gefühle. Dieser tiefe Frieden, den man gar nicht in Worte fassen kann, ist sehr schwierig zu erreichen, denn dafür braucht man Willenskraft, Liebe und ein großes Wissen. Wenn der Schüler anfängt, das Wesen und die Eigenschaften aller Elemente in sich kennen zu lernen und zu verstehen, wenn er darauf Acht gibt, niemals etwas in sich hereinzulassen, was die Harmonie zwischen diesen Elementen stören könnte, und wenn es ihm schließlich gelingt, alles aus seinem Organismus sowie aus seiner Gedanken- und Gefühlswelt auszuscheiden, was damit nicht in Einklang schwingt, dann erlangt er Frieden.

Wenn einer raucht oder unbesehen alles Mögliche isst und trinkt, führt er seinem Organismus schädliche Elemente zu, die ihn krank machen, und so kann er keinen Frieden finden. Wenn er Zahnschmerzen hat, Koliken oder Herzflattern, wie soll sich dabei Frieden einstellen? Er hat Dinge in sich hereingelassen, die Stauungen oder Gärungen hervorrufen, und die muss er nun wieder ausscheiden. Das Gleiche gilt auf der psychischen Seite. Solange der Mensch die Wesensart seiner Gefühle, Gedanken, Wünsche, Leidenschaften und Instinkte nicht kennt, sich von ihnen aber nährt, von ihnen lebt, wie von der Luft, die er atmet, ohne zu wissen, ob sie ihm denn gut tun oder nicht, wird er niemals Frieden haben.

Frieden ist also die Folge einer genauen Kenntnis der Wesensart der Elemente. Und dann, wie schon gesagt, bedarf es natürlich großer Aufmerksamkeit und des Willens, niemals störende Elemente in sich hereinzunehmen oder hereinzulassen. Erst wenn es dem Menschen gelingt, vernünftig, klug, wach und wachsam genug zu sein, um sein Reich zu schützen – dieses Reich, das er selber ist – wird er beständigen und dauerhaften Frieden erlangen. Und worin wird dieser Frieden bestehen? In einem unbeschreiblichen Glücksgefühl, in dem Empfinden, in einer ständigen Symphonie zu leben, in einem erhabenen Bewusstseinszustand, wobei alle Zellen von einem Lichtmeer durchflutet, von lebendigem Wasser umspült sind und sich von Nektar und Ambrosia ernähren. Der Mensch lebt dann in einer solchen Harmonie, dass der ganze Himmel sich in ihm widerspiegelt. Er beginnt, all die Herrlichkeiten zu entdecken, die er vorher gar nicht bemerkt hatte, weil er zu unruhig war, so dass sein inneres und auch sein äußeres Auge gar nicht auf den Dingen ruhen konnte, um sie wirklich zu sehen.

Wenn jemand Sorgen hat, wenn er gerade erfahren hat, dass er vor dem Ruin steht oder wenn er sonst eine böse Nachricht erhält, dann wird der Ärmste, selbst wenn er an den schönsten Blumen und entzückendsten Mädchen vorbeigeht, nichts davon wahrnehmen, weil er sich auf andere Dinge konzentriert; selbst wenn sein Blick sich darauf richtet, wird er nichts wahrnehmen. Allein der Friede lässt einen die Anwesenheit der allerfeinsten Dinge sehen und verstehen. Darum ist es den Eingeweihten möglich, die ja beginnen, den wahren Frieden zu kosten, die Wunder des Universums zu entdecken. Die anderen Menschen hingegen sind voller Unruhe, laufen hierhin und dorthin, sind so voller Sorgen, ja so gequält, dass sie gar nicht die Zeit finden, einmal Halt zu machen, um das Buch des Lebens zu lesen, das doch um sie herum und auch in ihnen selber ist, und seine Botschaft zu entschlüsseln. So laufen sie durch das Leben, ohne etwas zu sehen.

Der Friede bringt einem also Licht und eine klare Sicht der Dinge. Ebenso ermöglicht er es auch, die Ekstase zu erleben. Diesen Zustand kann man unmöglich erreichen, wenn man verwirrt oder aufgeregt ist. Alle Heiligen, Propheten und Eingeweihten, die die Ekstase erlebt haben, haben erst einmal über lange Zeit – durch Gebet, Fasten und Meditation – sich bemüht, in sich Frieden, Harmonie und die Einheit mit dem ganzen Universum, mit allen von den höchsten Geschöpfen bevölkerten Welten wiederherzustellen. Noch nie ist es vorgekommen, dass jemand die Ekstase erlebt hat, ohne vorher die dazu nötigen Voraussetzungen zu schaffen, vor allem den inneren Frieden.

Friede kann sich allerdings erst dann einstellen, wenn alle Zellen beginnen, in Einklang mit einer hohen, uneigennützigen Idee zu schwingen. Darum sagen die Eingeweihten mit Recht, dass der Mensch so lange keinen Frieden erfährt, wie er seine Zellen und sein ganzes Wesen nicht mit Gedanken der Liebe durchdringt, das heißt mit Barmherzigkeit, Großmut, Uneigennützigkeit und der Bereitschaft zu vergeben. Vorher ist es nicht möglich, denn es sind ja gerade seine Gedanken, die ihm den Frieden bringen. Schaut doch nur, wenn ihr eurem Nachbarn etwas vorzuwerfen habt, ihm nicht vergeben könnt und euch noch den Kopf zerbrecht, wie ihr am besten Rache nehmt… oder ebenso wenn jemand Geld von euch geborgt hat und ihr ständig denkt, wann er es euch wohl wiedergibt, dann ist es doch unmöglich, Frieden zu haben, denn das sind zu persönliche, egoistische Gedanken. Und selbst wenn man für einige Minuten oder auch Stunden zur Ruhe kommt, so ist das noch kein Frieden. Das ist ein Ausruhen, ein Nachlassen des Sturmes (einen solchen Frieden können selbst Spitzbuben haben) und gleich darauf ist man doch wieder von negativen Zuständen erfasst.

Der wahre Friede ist ein geistiger Zustand, den man nicht mehr verlieren kann, wenn man ihn einmal erlangt hat. Wenn ihr den Wunsch habt, den Willen Gottes zu erfüllen, alle Menschen zu lieben, ihnen beizustehen und ihnen zu vergeben, bringt euch dieser Gedanke den Frieden, da er alle Partikel eures Wesens in Einklang schwingen lässt. Ist es euch einmal gelungen, diesen Frieden zu erlangen, nehmt ihr ihn überallhin mit. Gestern hattet ihr ihn, heute ist er noch da, und auch am folgenden Tag, wenn ihr erwacht, ist er immer noch da, und mit Erstaunen stellt ihr fest, dass es nicht einmal mehr einer Anstrengung bedarf, um ihn wiederzufinden. Vorher musstet ihr, um stille zu werden, euch lange konzentrieren, beten, singen oder sogar etwas einnehmen, und nun ist das alles nicht mehr nötig.

An dieser Vorstellung, zu lieben, Gutes zu tun und alles zu vergeben, müsst ihr lange arbeiten, und zwar so lange, bis sie so stark wird, dass sie all eure Zellen durchdringt, die dann anfangen, damit in Harmonie zu schwingen. Dann verlässt euch der Frieden nicht mehr; und selbst wenn Ereignisse auftreten, die euch betroffen machen, schaut ihr in euer Inneres: Der Friede ist da. Das ist nicht mehr wie vorher ein Ruhigstellen, eine mühsam errungene, aufgesetzte Stille, die nur so lange anhält, wie ihr sie bewusst aufrechterhaltet. Habt ihr schon einmal die Raubtiere im Zirkus beobachtet? Solange der Dompteur da ist, hat es den Anschein, als würden sie sich vertragen. Kaum ist er aber fort, fallen sie schon wieder übereinander her. Nun, mit unseren Zellen ist es das Gleiche. Solange ihr euch bemüht, Übungen macht oder Gebete sprecht, spielen sie ein wenig mit und beruhigen sich, kaum seid ihr aber etwas abgelenkt und habt euren Kopf woanders, stellt die Unruhe sich wieder ein. Das gleiche Phänomen sieht man auch in der Gesellschaft, in den Familien, in den Schulen… ja, vor allem in den Schulen: Solange der Lehrer da ist, sind die Kinder brav an ihrem Platz, aber kaum dass er fort ist, laufen sie herum, schreien und zanken sich.

Ebenso ist es mit unseren Zellen, sobald man ein wenig abgelenkt ist, geht es zu wie auf dem Rummel. Also muss man sich um sie kümmern, sie besänftigen, sie waschen und ernähren, so als wären sie unsere Kinder oder unsere Schüler. Und wenn man es dann geschafft hat, sie zu erziehen, können sie ihre Arbeit verrichten, ohne zu streiten und zu palavern. Dann ist Friede da, der tiefe Friede, von dem Jesus sprach und auch Buddha. Ja, denn auch Buddha musste jahrelang daran arbeiten, diesen Frieden zu erlangen. Viele Jahre lang hat er gekämpft und gelitten, um so weit zu kommen, alles in sich zu beherrschen und in Harmonie zu bringen. Es ist doch klar, diesen Frieden kann uns weder der Hochmut, die Böswilligkeit noch die Scheinheiligkeit bringen. Buddha wusste wirklich gut darüber Bescheid, als er sagte, um den Frieden zu erlangen, müsse der Mensch sich von Böswilligkeit, Hochmut und Scheinheiligkeit frei machen und im Gegenteil Mitleid, Demut und Liebe pflegen. Denn gerade diese drei Tugenden bringen alles in Eintracht und Harmonie.

Jesus, seinerseits, sagte nur: »Selig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.« Aber natürlich meinte er damit dasselbe. Um Frieden zu haben, muss man der Demut, dem Mitleid und der Liebe in sich einen Platz schaffen, denn ohne diese Tugenden lebt man in ständiger Unruhe. Ein weiterer Unterschied zwischen Jesus und Buddha besteht darin, dass Buddha nicht von den Belohnungen sprach. Er sagte nur:

»Selig, wer sein Wissen mit Sanftmut und Aufrichtigkeit weitergibt.

Selig, wer seinen Lebensunterhalt verdient, ohne irgendein
Geschöpf zu schädigen oder zu verletzen.

Unsagbar selig, wer aus der Knechtschaft seiner Personalität herausfindet.

Selig, wer die Ekstase erreicht hat durch die Schau der tiefen
und echten Wahrheit bezüglich der Welt und unseres äußeren Lebens.«
Jesus hingegen hat immer die Belohnung hinzugefügt:

»Selig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.

Selig die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdenreich besitzen.

Selig die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden.«
Selbstverständlich ist das, was ich euch heute über den Frieden sage, nichts Neues für euch, das habt ihr schon des Öfteren gehört… aber ihr müsst es noch so lange hören, bis ihr den Frieden in euch verwirklicht habt. Damit sich dieser Friede allerdings bis in die physische Ebene hinein einstellen kann, müsst ihr, das möchte ich hier wiederholen, die Ernährungsregeln kennen. Damit er sich in der Astral- und der Mental-Ebene einstellt, müsst ihr die Wesensart der Gefühle und Gedanken kennen.

Zwischen dem Menschen und dem Universum, dem Mikrokosmos und dem Makrokosmos, besteht eine absolute Entsprechung, die der Mensch jedoch durch seine Lebensführung durchbrochen hat. So ist er, und auch sein Organismus, nicht mehr in Übereinstimmung, in idealer, vollkommener Entsprechung mit dem Makrokosmos, mit Gott. Dieses Verhältnis der vollkommenen Entsprechung muss der Mensch nun wiederherstellen. Wenn er einst wieder in Harmonie schwingt mit den Engeln, Erzengeln und der göttlichen Welt, wird er wieder zum bewussten Kind Gottes werden. Aber das ist eine Angelegenheit, in der die Menschen nicht unterrichtet werden. In den Schulen und Familien lernt man alles Mögliche, nur nicht, wie man in sich eine harmonische Schwingung zu allen himmlischen Prinzipien, zu den göttlichen Wesen und zum Herrn des Universums selbst herstellt. Nur sehr wenige Menschen auf der Erde bemühen sich, Frieden zu finden und Ekstasen zu erleben, um so schließlich wieder ihrem Himmlischen Vater, ihrem Schöpfer zu gleichen. Wenn es ihnen aber gelingt, erlangen sie große Vollmachten, und die Engel dienen ihnen, so wie sie Jesus dienten, als es ihm gelungen war, diese Harmonie mit seinem Himmlischen Vater zu erreichen. Ja, als Jesus diesen inneren Frieden erreicht hatte, begannen die Engel, ihm zu dienen. Der Mensch erhält erst dann die wahren Vollmachten, wenn es ihm gelungen ist, in Harmonie mit der ganzen Schöpfung zu schwingen. Solange er jedoch deren Ordnung missachtet, wird er ständig zurückgewiesen, bekämpft und niedergedrückt. Das sind unumstößliche Gesetze, die habe ich mir nicht ausgedacht, und jeder kann sie in sich selber finden.

Reihe Broschüren, Nr. 324
ISBN 978-3-89515-106-4
64 Seiten, Paperback
4,00 Euro

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Neuerscheinung 2015: Broschüre 308 „Das Osterfest“

Leseprobe zur Neuerscheinung 2015: Broschüre 308 "Das Osterfest - Die Auferstehung und das Leben". ISBN 978-3-89515-115-6. 40 Seiten. 4,00 Euro.

Neuerscheinung 2015: Broschüre 308 „Das Osterfest“

 

Teil I

Der physische Körper ersteht nicht auf

 

Weihnachten und Ostern, die Geburt und die Auferstehung von Jesus, sind die zwei Hauptfeste der Christen. Das erste findet am Beginn des Winters statt, und das zweite ist im Frühling. Warum…? Man weiß nichts Genaues über die Geburt von Jesus, und das Osterfest ändert sein Datum jedes Jahr, da man es am Sonntag, der auf den ersten Vollmond im Frühling folgt, feiert. Womit stimmen diese Zeitpunkte also überein?

In Wirklichkeit muss uns der Platz von Weihnachten und Ostern im Kalender verstehen lassen, dass diese Feste symbolisch und in Verbindung mit dem Leben der Natur zu interpretieren sind. Diejenigen, die vor langer Zeit das Datum festgelegt haben, besaßen eine große Wissenschaft. Sie kannten die Verbindungen, die zwischen den Manifestationen der menschlichen Seele und den Erscheinungen in der Natur, die wie die Seele von göttlicher Essenz ist, existieren. Sie hatten tief über das Leben von Jesus und seine Lehre nachgedacht und verstanden, dass, als er sich mit dem kosmischen Prinzip des Christus identifiziert hatte, in ihm ein ideales Zusammentreffen von dem spirituellen Leben und dem der Natur, dem Leben des Universums stattgefunden hatte.

Und dann sind andere gekommen, Theologen, Päpste, Kardinäle, und es mag sein, dass sie es nicht richtig verstanden hatten, es mag sein, dass sie nicht verstehen wollten, und sie machten keinen Unterschied mehr zwischen dem Menschen Jesus und den kosmischen Realitäten, deren lebendiger Ausdruck er geworden war, als er sich mit dem Christus identifiziert hatte. Sie verwechselten, was der physischen Welt angehört und was der Welt der Symbole angehört. Und wenn die Christen noch immer ein so starkes Bedürfnis haben, etwas Wunderbares im Leben von Jesus zu sehen (seine Geburt durch das Einwirken des Heiligen Geistes und seine Auferstehung drei Tage nach seinem Tod), dann, weil sie noch nicht gelernt haben, was das spirituelle Leben wirklich ist und wie es mit dem Leben der Natur verbunden ist. Indem sich das Christentum so deutlich wie möglich von dem Heidentum, das sich durch den Kult der Naturkräfte kennzeichnete, unterscheiden wollte, hat es das lebendige Band mit dem Universum durchtrennt. Deshalb entgeht den Christen jetzt noch immer der tiefe Sinn ihrer Religion. Sie feiern die Geburt von Jesus am 25. Dezember, sie feiern seine Auferstehung im Frühling, und viele wissen nicht einmal warum. Nur einige Eingeweihte, die die wahre Wissenschaft der Symbole besitzen, sehen in der Geburt und in der Auferstehung von Jesus Vorgänge, die in Beziehung mit dem kosmischen Leben stehen und die somit eine universelle Bedeutung haben.

Weihnachten und Ostern stellen zwei wesentliche Seiten aus dem Buch der Natur dar. Auf diese Weise müssen wir über das Leben von Jesus meditieren. Jesus ist natürlich eine historische Figur, aber wir müssen uns gar nicht so sehr damit beschäftigen, wo er geboren wurde, wer sein Vater und seine Mutter waren, welche Wege er in Judäa, Galiläa oder Samaria gegangen ist und wem er begegnet ist… Und es bringt auch nichts, alle möglichen wunderbaren Geschehnisse über ihn zu erfinden, so, als ob die Gesetze der Natur auf ihn keinen Einfluss gehabt hätten. Eines muss klar sein: Die Erhabenheit von Jesus kommt nicht daher, dass er den Gesetzen der Natur entkommen wäre, sondern im Gegenteil, dass er es verstand, ihre Gesetze zu lesen, sie zu interpretieren und sie im inneren Leben anzuwenden.

Jedes Jahr im Frühling feiern die Christen also das Osterfest. An diesem Tag lesen und kommentieren sie die Stelle in den Evangelien, die über die Auferstehung von Jesus berichtet: »Als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa« (Mk 16,1).

Und was lehrt die Kirche jetzt die Christen? So wie Jesus gestorben und auferstanden ist, werden am Ende der Zeit alle Toten auferstehen, sie werden aus den Gräbern kommen, um gerichtet zu werden: Die Bösen werden zu endlosen Bestrafungen verurteilt werden und die Guten werden eine ewige Glückseligkeit kosten…

Seit dem Beginn der Geschichte der Menschheit, das heißt seit Millionen von Jahren, warten alle, die gestorben sind, darauf, mit ihrem physischen Körper aufzuerstehen, um vor Gericht zu stehen. Nun, ich glaube nicht an diese Auferstehung. Warum? Ein Mensch stirbt und man beerdigt ihn. (Lassen wir den Fall von Feuerbestattungen beiseite.) Nun geschieht in etwa das Gleiche wie in einer Druckerei, die Bücher mit Buchstaben aus Blei herstellte. Wenn der Druck eines Buches abgeschlossen war, wurden die Lettern in kleine Fächer geräumt, von wo sie später wieder genommen wurden, um in einer anderen Anordnung einen neuen Text zu bilden. Auf die gleiche Weise stellen die »Buchdrucker«, die Engel der vier Elemente, den Körper eines Menschen, der sich inkarnieren soll, mit Teilchen von Erde, Wasser, Luft und Feuer zusammen. Und wenn er stirbt, zersetzt sich dieser Körper nach und nach. Nach einiger Zeit bleiben nur noch Knochen und dann verschwinden auch die Knochen. Wo sind alle Elemente hingegangen, aus denen der Körper bestanden hatte? Sie sind zurückgekehrt, um sich in der Erde, im Wasser, in der Luft und im Feuer aufzulösen, und von dort werden sie bald wieder gerufen werden, um an der Erbauung neuer Körper teilzunehmen.

In welchem Körper werden die Toten am Ende der Zeit also auferstehen, da dasselbe Material für die Bildung von vielen Generationen von Geschöpfen gedient haben wird? Um die einen wiederherzustellen, würde man notwendigerweise die anderen zersetzen müssen, und so würde sogar das ganze Universum zertrümmert werden, damit jedem die Teilchen seines Körpers zurückgegeben werden können.

Und wenn man dann an alle Monster, Mörder und Henker denkt, die auf der Erde gelebt haben, und auch an alle, die krank waren, Geschwüre oder Syphilis hatten… Welches Schauspiel würde das sein, wenn sie am Tag der Auferstehung erscheinen würden und auf ihren Beinen stehen, um gerichtet zu werden? Und wie viele Milliarden Leute wurden, seitdem es die Menschheit gibt, geboren und sind gestorben? Man kann das nicht einmal berechnen. Wo wird man sie unterbringen, wenn sie wiederkehren werden? Es wird niemals genug Platz geben.

Also frage ich euch, die ihr doch Ästheten seid, wie ihr diese Aussicht findet! Reizend, nicht wahr? All diese Leute in Fleisch und Blut wiederzusehen, wie sie aneinandergedrückt  dastehen… Ich bedaure nur die Richter, mein Gott, die himmlischen Richter tun mir wirklich leid. Wie sollen sie diese Gerüche ertragen? Denn alles muss doch so werden, wie es war. Ja, denn wie soll man jemanden richten, wenn man seinen Geruch nicht kennt? Um das Urteil sprechen zu können, müssen alle Beweise, alle Beweisstücke vorliegen… Wie werden diese erhabenen Geister so viel Hässlichkeit aushalten? Ich weiß wohl, dass sich in dieser Menge einige Heilige und Propheten befinden werden, aber sie werden in der Minderheit sein und sie werden in der Masse verloren gehen wie ein Tropfen Wasser im Ozean.

Arme Christen! Und sie erfreuen sich an der Vorstellung, dass eines Tages diese ganze Menschheit auferstehen wird: ihre Onkel, Tanten, Großväter… Zur Zeit warten alle diese Leute noch bewegungslos, seit Millionen von Jahren schlafen sie in ihren Gräbern. Da hat der Herr aber eine schöne Schule für Faulpelze erfunden! Wie viel Geduld muss Er haben, dass Er die Menschen so lange regungslos herumliegen lässt, ohne dass sie der kosmischen Ökonomie irgendwie dienlich sind! Wie kann der Herr, der doch so aktiv ist, eine solche Untätigkeit dulden, Er, der unaufhörlich einen neuen Himmel und eine neue Erde erschafft und sich niemals ausruht…? Ihr werdet sagen, dass in der Genesis steht, dass Er sich am siebenten Tag ausgeruht hat. Ja, aber dieses Ruhen am siebenten Tag war, wie es scheint, in Wirklichkeit eine andere Arbeit. Ich bin immer wieder darüber erstaunt, wie die Christen die Dinge verstehen.

Die Auferstehung des Fleisches ist eines der Dogmen des Christentums, aber es kann vor der Logik und dem gesunden Menschenverstand nicht bestehen. Das Fleisch wird nicht auferstehen, denn die Toten erstehen nicht auf. Der physische Tod ist ein endgültiger Prozess. Kein Toter kann in seinem physischen Körper auferstehen. Wenn es manchmal so schien, dass einige ins Leben zurückgeführt wurden, dann deshalb, weil sie nicht wirklich tot waren.

Sogar wenn man von jemandem sagt, dass er tot ist, hat ihn das Leben nicht vollkommen verlassen. Der Beweis ist, dass er noch für einige Zeit genügend lebendige Zellen bewahrt und dass man manche Organe von ihm in eine andere Person verpflanzen kann. Und über Jahrhunderte, als die medizinischen Kenntnisse noch recht begrenzt waren, ist es oft passiert, dass man den Tod und das Koma verwechselte. Deshalb konnte man denken, dass ein Mensch, der nach einiger Zeit aus diesem Koma erwachte, auferstanden sei, wobei er aber ganz einfach nicht tot gewesen war.

Ihr werdet sagen: »Aber Jesus hat wirklich Tote auferweckt. Die Evangelien berichten die Fälle von Lazarus, von der Tochter des Jairus und von anderen auch…« Wenn er sie ins Leben zurückgeführt hat, dann weil sie in Wirklichkeit nicht gänzlich tot waren. »War das dann also nicht wirklich ein Wunder?« Doch, denn um diese Männer und Frauen ins Leben zurückzuführen, war es notwendig, dass Jesus nicht nur sehr rein war, sondern dass er auch ganz und gar außergewöhnliche Kräfte besaß.

Als man dem Synagogenvorsteher Jairus verkündet, dass seine Tochter tot sei, sagte Jesus: »Weint nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schläft« (Lk 8,52). Und über Lazarus sagte er auch: »Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken« (Joh 11,11). Sie waren also nicht wirklich tot. Aber um sie aus diesem »Schlaf« zu reißen, brauchte es die Kraft von Jesus. Weil die Silberschnur, dieses fluidische Band, das die Seele als Prinzip des Lebens an den physischen Körper bindet, noch nicht durchtrennt war, konnte er die Seele zurückrufen und sie in den Körper eintreten lassen. Aber wenn die Silberschnur reißt, dann stirbt der Mensch und kein magisches Ritual und keine Beschwörung können ihn ins Leben zurückführen. Seine Seele kehrt nicht wieder zurück, aber sie wird woanders geboren, in einer anderen Welt.

Ihr müsst das gut verstehen. Wenn ein Mensch tot ist, wirklich tot, dann kann er nicht auferweckt werden, dann kehrt er nicht in die Welt der Lebenden zurück. Dieses Gesetz gilt für alle Menschen, sogar für Jesus. Wenn also Jesus, nachdem er vom Kreuz genommen und begraben wurde, das Grab verlassen hat, dann deshalb, weil er nicht tot war. »Wie bitte?!«, werdet ihr sagen, »er war nach einer derartigen Qual nicht tot?« Wenn er das Grab verlassen und dann Maria Magdalena und einige seiner Jünger getroffen hat, dann weil er nicht tot war. Dass er diese Qual überleben konnte, ist außergewöhnlich, fast unglaublich, aber es gibt dafür eine Erklärung. Nicht nur in dieser Inkarnation, sondern auch in seinen vorhergehenden Inkarnationen hatte Jesus eine gigantische Arbeit an sich selbst geleistet und alle Zellen seines Körpers waren derart belebt, gereinigt und erleuchtet, dass sie den Leiden der Passion und der Kreuzigung standhalten konnten. Die Silberschnur ist nicht gerissen, und so konnten seine Freunde und Nahestehenden seine Wunden heilen.

Seit zweitausend Jahren lehrt die Kirche, indem sie sich auf den Bericht der Evangelien und die Apostelgeschichte beruft, dass Jesus am Kreuz gestorben und dann auferstanden und in den Himmel aufgefahren ist. Aber das entspricht nicht den Tatsachen. Ich bedaure es aufrichtig, das christliche Bewusstsein schockieren und durcheinanderbringen zu müssen, aber das entspricht nicht den Tatsachen.

Was weiß man vom Leben von Jesus? Die Evangelien berichten nichts über die Zeit zwischen seinem zwölften und dreißigsten Jahr. Es gibt da eine gewaltige Leere, die einige mit allen möglichen Vermutungen zu füllen versucht haben, indem sie Legenden erschufen oder wieder aufleben ließen. Für einige ist er in Palästina geblieben, für andere ist er nach Indien oder nach Ägypten gereist.

Es existieren Schriftstücke, die die Anwesenheit von Jesus in Indien bezeugen. Bei meinem ersten Aufenthalt in Indien konnte ich in einem Kloster in Ladakh ein dort gut behütetes Buch lesen, von dem ich auch eine Kopie in einem Kloster in Kalkutta gefunden habe. Um es lesen zu können, musste ich jeden Tag ins Kloster gehen, denn die Mönche erlaubten nicht, dass man es sich ausleiht. Ich habe dieses Buch in einer englischen Übersetzung gelesen. Man berichtet dort, wie ein sehr junger Mann namens Isa mit einer Karawane aus Palästina in Indien ankam. Er studierte mehrere Jahre lang, und um zu studieren, musste er die Brahmanen aufsuchen, denen er sich letztendlich entgegenstellte und ihnen ihren Kastengeist, ihre Starrköpfigkeit und ihren Mangel an Liebe vorwarf. Und die darauf erzürnten Brahmanen begannen, ihn dann zu verfolgen. Nach einigen Jahren kehrte er nach Palästina zurück, und der Bericht gibt dann das wieder, was wir durch die Evangelien kennen, bis zur Kreuzigung. Aber er endet dort nicht. Er berichtet, wie Jesus, der die Qualen des Kreuzes überlebt hatte, von seiner Mutter und vom Apostel Thomas begleitet, nach Indien zurückkehrte, dass er in Kaschmir lebte und dort in einem sehr hohen Alter starb.

Eines Tages wird es Forscher geben, die fähig sein werden zu erklären, wie sich die Dinge wirklich ereignet haben und wie das Leben von Jesus war. Ich überlasse ihnen diesen geschichtlichen Bereich, die Geschichte ist nicht meine Berufung. Es gibt Themen, die mich viel mehr interessieren. Mögen die Spezialisten ihre Zeit der Suche nach Manuskripten und archäologischen Spuren opfern. Ich konzentriere mich hingegen auf die Prinzipien, und ich sage, was ich nach der wahren Einweihungslehre weiß. Sollen andere durch geschichtliche Zeugnisse Bestätigungen geben.

Wer hat gewusst, was mit Jesus wirklich geschehen ist, nachdem Josef von Arimathäa seinen Leib von Pilatus verlangt hatte, um ihn in ein Grab zu legen? Es ist unmöglich zu sagen… Aber man glaubte, dass er gestorben sei, und da die Christen nicht zugeben konnten, dass Jesus, der einzige Sohn Gottes, am Kreuz stirbt, behaupteten sie, dass er auferstanden wäre. Leider ist das nur ein Produkt ihrer Einbildung.

Ihr werdet sagen: »Aber wenn dann nichts von dem, was die Kirche seit Jahrhunderten über den Tod und die Auferstehung von Jesus lehrt, stimmt, dann haben die Christen zu Ostern nichts zu feiern!« Gerade doch, denn die geschichtlichen Tatsachen sind eine Sache und die spirituellen Tatsachen sind etwas anderes. Es stimmt, dass Jesus gekreuzigt wurde, aber ob er am Kreuz gestorben ist oder nicht, ob er auferstanden ist oder nicht, das ändert nichts an dem, was für uns das Wesentliche sein muss. Und das Wesentliche ist zu verstehen, dass die Auferstehung, die wahre Auferstehung, wie sie in der Einweihungslehre verstanden wird, ein psychischer, ein geistiger Vorgang ist. Es gibt keine Auferstehung des Fleisches. Wenn ein Mensch einmal gestorben ist, ist es mit seinem physischen Körper vorbei. Um auferstehen zu können, muss der Mensch lebendig sein und unermüdlich an sich selbst arbeiten, denn in ihm gibt es den Tod – seine Schwächen und Laster. Und über diesen Tod muss er triumphieren.

Reihe Broschüren, Nr. 308
ISBN 978-3-89515-115-6
40 Seiten, Paperback
4,00 Euro

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Leseprobe Gesamtwerk 10 „Sonnen-Yoga“

Leseprobe Gesamtwerk 10 „Sonnen-Yoga“

Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir Kapitel 7 „Der heliozentrische Standpunkt“ aus Gesamtwerk 10 „Sonnen-Yoga“ von Omraam Mikhael Aivanhov.

 

Kapitel 7: Der heliozentrische Standpunkt

Ich habe euch bereits erklärt, dass ihr bei der Sonnenaufgangsmeditation nicht versuchen sollt, euch sofort zu konzentrieren, sondern dass es besser ist, die Gedanken zunächst ein wenig umherschweifen und spielen zu lassen. Ihr beobachtet sie natürlich, damit sie sich nicht verirren, sitzt aber ruhig und entspannt, und betrachtet ohne Eile die Sonne. Nach einigen Minuten lenkt ihr eure Gedanken auf das von euch gewählte Meditationsthema, und euer Intellekt, der nun eine Weile herumgehüpft ist, gespielt und getanzt hat, zeigt sich viel williger. Dann setzt ihr ihm sachte, behutsam und ohne Hast, derart angenehme und reizvolle Beschäftigungen vor, dass er daran Gefallen findet und sich konzentriert. Auf diese Weise könnt ihr stundenlang meditieren. Mit dem Intellekt muss man ein wenig diplomatisch umgehen, denn er ist von Natur aus äußerst schlau und ungehorsam.
Heute möchte ich aber noch etwas hinzufügen: Ihr habt bemerkt, dass die Sonne nicht alle Tage an derselben Stelle des Horizonts aufgeht. In diesen Tagen bewegt sie sich nach Süden, aber wenn ihr im April, Mai oder Juni da gewesen wärt, hättet ihr gesehen, dass sie nach Norden wandert. Es findet also eine Pendelbewegung statt: Vom 22. Dezember bis zum 22. Juni bewegt sich die Sonne in die eine und vom 22. Juni bis zum 22. Dezember in die entgegengesetzte Richtung. Es ist ein sehr langsames Pendeln, das Monate dauert. Was will die Sonne durch diese, die Jahreszeiten bestimmende Bewegung sagen? Im Sommer zieht sie am Himmel einen riesigen Halbkreis, der weit nach Westen reicht und im Winter ist ihr Bogen viel kleiner und niedriger über dem Horizont. Sie zeichnet damit außergewöhnliche, sehr bedeutsame und sinnreiche geometrische Figuren. Im Winter hat die Sonne zu wenig Zeit, die Erde zu erwärmen; dann ist alles kalt, erstarrt und gefroren.
Im Frühling und Sommer wird der Bogen immer größer, lässt der Sonne mehr Zeit, die Erde zu erwärmen, zu beleben und zu befruchten. Nun wisst ihr ja, dass die Sonne sich nur scheinbar bewegt. Den Astronomen zufolge wandert sie tatsächlich auf einer Bahn in Richtung des Herkules-Sternbilds. Die Erde ist es, welche, die Sonne umkreisend, sich bald nähert, bald entfernt. Der Wechsel der Jahreszeiten wird von den Abweichungen der Erdbewegung bestimmt. Wenn man sich also auf den Anschein verlässt und die Dinge von der Erde aus betrachtet, so glaubt man, dass die Sonne auf- und untergeht und um die Erde kreist.
Das beweist, dass die Menschen sich nur irren können, wenn sie alles von der Erde, vom geozentrischen Standpunkt aus betrachten. Ihre gesamte Weltanschauung ist falsch, weil sie auf der irrtümlichen Vorstellung beruht, die Sonne drehe sich um die Erde. Die Eingeweihten hingegen sind sich dessen bewusst, dass die Erde sich um die Sonne bewegt und nehmen den umgekehrten Standpunkt ein. Sie versetzen sich auf die Sonne, betrachten alles von dort aus und erkennen die Wahrheit. Ihr sagt: »Wir wissen doch alle, dass die Erde sich um die Sonne dreht!« Sicher, theoretisch wisst ihr das, aber in Wirklichkeit verhaltet ihr euch, als würde die Sonne um die Erde kreisen. Deswegen wiederhole ich: Solange ihr nicht versucht, die Mitte zu finden, eure eigene Mitte, die den göttlichen Teil in euch darstellt und dort lebt, von dort aus handelt und alles betrachtet, so lange werdet ihr die Wahrheit nicht finden und alles wird euch in einem falschen Licht erscheinen.

Vielleicht versteht ihr mich nicht, weil ihr nicht wisst, dass man die Erde und die Sonne auch im Menschen findet. Die Erde ist der Bauch; die Sonne ist die Vernunft, das Gehirn. Leider sind die Menschen seit Jahrhunderten in den »Bauch« abgeglitten und betrachten alles nur durch den »Bauch«, d. h. durch das materielle Leben. Nichts anderes hat mehr eine Bedeutung für sie. Wie schwierig ist es daher für den, der versucht, sie zu ihrer anderen Mitte, zum Kopf, zur Vernunft, zum Licht oder zum heliozentrischen Standpunkt zurück zu führen! Wie kann man ihnen nur begreiflich machen, dass sie sich durch die Annäherung an den Mittelpunkt des Sonnensystems ihrer eigenen Mitte nähern, um die alles kreisen soll. So lange der Mensch behauptet, er wolle selbst der Mittelpunkt seines Lebens sein, kreist er in Wirklichkeit doch um andere Dinge, als um sich selbst. Das ist der Grund, weshalb er hin- und hergeworfen wird und die Wahrheit nicht finden kann.
Ich werde sämtliche Mittel, Argumente und Kenntnisse aufwenden, die mir zur Verfügung stehen, um euch diese hell strahlende Wahrheit nahe zu bringen: Arbeitet daran, die Sonne, das Zentrum unseres Sonnensystems, die Quelle, aus der das Leben sprudelt zu finden und sucht auf der spirituellen Ebene den, der der Höchste, der Mächtigste ist: Gott. Verbindet sie dann, die Sonne und den Herrn mit eurer eigenen Mitte, mit dem göttlichen Funken in euch, eurem höheren Selbst, denn nur dann findet ihr euch endlich selbst wieder und entdeckt die Wahrheit. Ihr lebt noch in Illusionen und Qualen, weil es euch nicht gelungen ist, eure Mitte zu finden, zu umkreisen und mit ihr zu verschmelzen. Ihr kreist noch um eure Wünsche, Launen und Begierden und werdet von ihnen gesteuert. Doch in Zukunft sollten sie um euch kreisen, euch gehorchen und sich euch unterordnen. Wenn ihr immer nur die niedrigen Impulse befriedigen wollt, gelingt euch das erstens nicht und zweitens verliert ihr dabei alles. Sie sollen euch dienen, und für euch arbeiten, ihr seid das Oberhaupt, das Zentrum, der Herr eures eigenen Reiches.
Ich erwähnte vorhin die vier Jahreszeiten. Es ist sehr weise, bei der Arbeit auf die Jahreszeiten zu achten. Der Bauer weiß, wann er pflügen und wann er säen soll, damit die Ernte gut ausfällt. Salomo sagte: »Ein jegliches Ding hat seine Zeit… geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit… umarmen hat seine Zeit, und sich aus der Umarmung lösen hat seine Zeit… abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit.« Viele, die die »Prediger« (Pred. 3,1-8) gelesen haben, verstanden nicht, dass dieses Buch aus einem magischen und kabbalistischen Verständnis heraus verfasst wurde. Nun, wie lässt sich diese für jede einzelne Tätigkeit günstige Zeit finden? Das ist eine Wissenschaft für sich, die in der Kabbala erklärt wird und durch die man lernt, wie man sich im Laufe der vier Jahreszeiten mit den vier Elementen, den vier Himmelsrichtungen und den vier Erzengeln verbinden kann. Es gibt in diesem Bereich ein außergewöhnliches System von Zusammenhängen. Ich könnte euch eine Darstellung mit den vier Regionen der Welt zeigen, in welche die jeweils entsprechenden Elemente, Kristalle, Edelsteine, Wesenheiten usw. eingetragen sind. Aber was würdet ihr damit anfangen? Vielleicht lege ich euch dieses Schema später einmal vor. Im Augenblick möchte ich, dass ihr beim Betrachten der aufgehenden Sonne den Blick von dem Schein der Außenwelt löst, euch nach innen wendet, euch konzentriert, um die Quelle, die in euch sprudelt, wieder zu finden.
Wesentlich ist im Augenblick, dass ihr euren Standpunkt ändert. Anstatt zu brummen: »Ach, schon wieder muss ich aus dem Bett und zum Sonnenaufgang! Wozu nützt mir das, mein Gott?… Mein Kopf ist benommen, ich kann nicht meditieren«, werdet ihr jetzt, da ihr wisst, was es für Schätze zu erkunden gibt, mit besserer Stimmung aufstehen. Ich möchte eure Liebe zur Sonne steigern und euch überzeugen, dass sie für euch das Wesentliche sein soll. Wenn mir das gelingt, dann werdet ihr alle neue Menschen werden. Wenn ihr nur wüsstet, was die Sonne mir bedeutet, wie ich mich ihr gegenüber verhalte! – Selbst nachts bin ich mit ihr zusammen; beim Spazierengehen begleitet sie mich, sie spricht zu mir und unterrichtet mich. Ich kann übrigens ganz offen sagen, dass ich sie zu meinem Lehrer und Meister gemacht habe. Jeden Tag vermittelt sie mir neue Erkenntnisse und das Gleiche kann sie auch bei euch machen. Alles hängt davon ab, wie ihr sie betrachtet.
Wenn ihr von der mechanistischen Philosophie beeinflusst seid und denkt, die Sonne könne weder zu euch sprechen noch euch helfen, sie sei ohne Intelligenz und ohne Leben, dann versperrt ihr euch selbst den Weg zu ihr. Ihr kommt nicht weiter, ihr fühlt und versteht sie nicht und könnt nicht zu ihr sprechen. Leider hat die Erziehung den Menschen nur das Tote in den Kopf gesetzt, für sie ist alles tot, nur der Mensch ist lebendig und intelligent. Ich sage euch: Eine solche Philosophie ist zerstörerisch und muss ersetzt werden. Wir müssen begreifen, dass alles lebendig ist, dass sich durch alles, was wir sehen, eine höhere Vernunft offenbart, dass die Sonne ein lebendiges, intelligentes Licht ist. Dann wird sie auf einmal zu euch sprechen. Sie hat mir schon vieles enthüllt, weil ich sie genau als das anerkenne, was sie ist: als einen sehr hochstehenden, unsagbar schönen, großen, intelligenten und mächtigen Geist… so erhaben, dass alles andere daneben verblasst. Versucht doch, Fragen an sie zu richten! Ihr werdet feststellen, dass sie euch antwortet. Ihr könnt vielleicht nicht sofort die Antwort entschlüsseln, aber früher oder später wird sie auf der Leinwand eures Bewusstseins erscheinen. Die Sonne sendet die Antworten noch im gleichen Augenblick, wie ein elektronischer Rechner. Nur ist der Mensch nicht ausreichend entwickelt, um sie sofort zu erfassen.
Nun möchte ich euch noch eine Seite aus dem lebendigen Buch der Natur erläutern. Wenn ihr die Menschen betrachtet, so seht ihr, wie sie instinktiv den Drang verspüren, eine gute Stellung zu suchen, im sozialen Leben aufzusteigen, Verantwortung zu übernehmen, zu befehlen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie einige Prüfungen ablegen und wenn sie ihr Können bewiesen haben, lässt man sie die höchsten Stellen bekleiden. Es gibt natürlich Länder, wo bestimmte Leute durch Gewalt und Betrug die Herrschaft an sich reißen, aber ich spreche hier nur im Allgemeinen, von den zivilisierten Völkern. Die Menschen wollen aufsteigen, Führungsposten übernehmen, weil sie wissen, dass sie dann bei besserer Bezahlung weniger arbeiten, mehr Freiheit genießen und größere Möglichkeiten haben, bestimmte Dinge nach ihrem Willen zu verändern. Ähnlich verhält es sich mit den Wettbewerben, den Wahlen der »Miss Welt« um Beispiel. Eine ist also gewählt worden und steht da als die Schönste von allen – was zwar nicht immer zutrifft, denn die Schönsten nehmen nicht an solchen Schönheitswettbewerben teil – dann werden ihr pro forma einige Fragen gestellt, die jeder beantworten könnte… und jetzt, da sie den Titel erworben hat, bekommt sie Geld, Kleider, Heiratsanträge, sowie Angebote für Film und Fernsehen.

Alle wissen also, dass man mit einem Titel viel mehr Vorteile erhält. Aber warum haben sie nicht bemerkt, dass im spirituellen Bereich genau das Gleiche gilt. Die Eingeweihten und die geistigen Schüler wissen, dass es in der geistigen Welt ebenfalls eine Art von Jury und Prüfungskommissionen gibt, deren Aufgabe es ist, zu beobachten, wie sie die Probleme lösen, die ihnen vom Leben gestellt werden. Darum arbeiten sie innerlich unablässig und wenn sie Erfolge verzeichnen, erhalten sie eine höhere Stellung und selbstverständlich mehr Kräfte. Je höher sie steigen, je mehr sie sich dem Gipfel der Vollkommenheit nähern, umso mehr Diplome verleiht ihnen der Himmel und umso mehr wird er ihnen wichtige Positionen anvertrauen. Eines Tages erhalten sie dann alle Kräfte und können sogar den Naturkräften Anordnungen erteilen, aber immer für das Gute.
Das ist es, meine lieben Brüder und Schwestern, was die Erleuchteten erwartet, die im Buch der Natur zu lesen verstehen und sich in höhere Bereiche erheben, um die wahren Gesetzmäßigkeiten zu entschlüsseln. Sie kämpfen nicht um angesehene Stellen als Minister oder Präsident, sondern überlassen das den anderen und richten ihre Kräfte auf die Innenwelt. Indem sie unablässig daran arbeiten, sich zu erheben, erhalten sie immer mehr Kräfte und werden eines Tages Könige. Sie herrschen über das Leben.
Da ihr nun das große Abenteuer, den Sonnenaufgang zu betrachten, unternommen habt, solltet ihr in eurer Überlegung, eurer Konzentration, euren Handlungen und Fähigkeiten noch viel weiter gehen und entdecken, dass dieses Tun auf allen Ebenen seine Bedeutung hat. Je mehr ihr die Sonne liebt, umso mehr erhebt ihr euch zu den höheren Stufen eures Wesens und nähert euch dem Gipfel. Der Gipfel ist, anders dargestellt, eigentlich nichts anderes als der Mittelpunkt. Ein Berg kann nämlich entweder als ein spitzer Kegel oder bei der Projektion der Kegelspitze auf die Basis als ein Kreis mit seinem Mittelpunkt dargestellt werden. Der Kreismittelpunkt ist die Projektion des Gipfels auf die Kegelbasis. Ob ihr nun also zum Mittelpunkt eures Kreises, eurer Seele, eures Geistes oder hinauf zur Sonne, zum Gipfel steigt, ist dasselbe. Aufsteigen oder in die Tiefe der Seele vordringen entspricht, mit anderen Worten ausgedrückt, dem gleichen Bestreben. Ihr erhaltet dadurch die gleichen Segnungen: Ruhe, Ausgeglichenheit, Kraft, Erleuchtung, Autorität, Klarsicht, Liebe… Das ist das Ideal des Lebens.
Indem ihr die Wichtigkeit der Sonne erkennt, könnt ihr eure Zukunft erschaffen. Aber ihr müsst es begreifen! Die Sonne enthüllt das Wesentliche, die großen Prinzipien des Lebens. Geht also jeden Morgen hinauf zum Sonnenaufgang, dann werdet ihr nach Jahren wie die Sonne. Ihr werdet hoch oben stehen, werdet im Zentrum sein und werdet ein Zentrum der Kraft, der Stärke und des Lebens sein!

Bonfin, den 4. August 1967

Reihe Gesamtwerke, Band 10
ISBN 978-3-89515-071-5
314 Seiten, 22 Euro
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Leseprobe Izvor 224 – Die Kraft der Gedanken

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Kapitel IV

Leben und Kreisen der Gedanken

Teil I

 

Eines müsst ihr unbedingt wissen und das ist, dass alle Gedanken, selbst die schwächsten und unbedeutendsten, eine Realität sind. Man kann sie sogar sehen, es gibt Wesen, die sie sehen können. Auf der physischen Ebene bleiben sie natürlich unsichtbar und ungreifbar, aber sie sind Wirklichkeit. Und durch die subtile Materie, aus der sie bestehen, sind sie lebendige Geschöpfe, die sogar handeln. Die Unkenntnis dieser Wahrheit ist der Grund vielen Unglücks. Die Menschen sehen und fühlen nicht, dass die Gedanken arbeiten, dass sie aufbauen oder aber zerreißen und zerstören, und sie erlauben sich, alles Mögliche zu denken, ohne zu wissen, dass sie sich auf diese Weise den Weg zur Entwicklung versperren.

Gott hat die größte Macht, die Er gewähren konnte, dem Geist geschenkt. Nachdem jeder Gedanke von dieser Macht des Geistes, der ihn erschuf, durchdrungen ist, hat er natürlich seine Wirkung. Mit dieser Erkenntnis könnt ihr Wohltäter der Menschheit werden. Jeder kann seine Gedanken wie Boten, wie kleine, lichtvolle Geschöpfe durch den Raum senden, bis hin zu den entferntesten Regionen, und sie beauftragen, den Wesen zu helfen, sie zu trösten, aufzuklären und zu heilen. Derjenige, der diese Arbeit bewusst vollzieht, dringt nach und nach in die Geheimnisse der göttlichen Schöpfung ein.

Wenn sich die offizielle Wissenschaft nur entscheiden wollte, sich mit einer so wichtigen Frage wie der Gedankenkraft zu beschäftigen! Aber nein, im Augenblick entwickelt sie Raketen und Bomben. Ich weiß dennoch, dass sich einige Forscher in den Vereinigten Staaten und in der Sowjetunion mit Telepathie beschäftigen. Nehmen wir nur eine der amerikanischen Erfahrungen. Man wählte zwei medial begabte Personen aus. Die eine sollte mit Hilfe der Gedanken Botschaften aussenden und die andere sie empfangen. Die »sendende« Person war in Washington, überwacht von einer Expertenkommission, die alles prüfen und kontrollieren musste. Alle Botschaften, die diese Person aussandte, wurden aufgeschrieben und in einem Safe eingeschlossen, damit nichts gefälscht werden konnte. Die »empfangende« Person wurde an Bord eines U-Bootes in den pazifischen Ozean gebracht, also Tausende von Kilometern entfernt in eine große Meerestiefe. Sie notierte die empfangenen Botschaften und wurde ebenfalls von einer Kommission überwacht, die die notierten Botschaften genauso in einen Safe einschloss. Als man dann die ausgesandten und die empfangenen Botschaften miteinander verglich, wichen sie nur zu einem ganz kleinen Prozentsatz voneinander ab.

Dieses Experiment hat bewiesen, dass der Mensch fähig ist, über eine sehr große Entfernung Schwingungen in den Raum zu projizieren. Man weiß nicht, wie weit diese Schwingungen gehen können, genauso wenig wie man weiß, welche Entfernung die Strahlen der Sonne oder der Sterne zurücklegen können; da ja das Licht eines seit Tausenden von Jahren erloschenen Sterns immer noch den Raum durchquert. Genauso ist es mit den menschlichen Gedanken: Unsere Gedanken sind die Strahlen einer Sonne, und diese Sonne ist unser Geist. Die Sonne strahlt eine Quintessenz von außerordentlicher Kraft aus, die von ihren Strahlen – wie von kleinen, mit Nahrung und Reichtümern beladenen Waggons – sehr weit in den Raum transportiert wird. Und unser Geist sendet seine Strahlen, die Gedanken, ebenso in den Raum wie die Sonne, und sie führen das Gute oder Böse mit sich, mit dem sie beladen wurden.

Dieses Experiment zeigt auch, dass die Gedanken, im Unterschied zu den Alpha-, Beta-, Gamma- und Röntgenstrahlen, die schnell vom Wasser aufgehalten werden, sehr tief in das Wasser eindringen können. Der Gedanke kann also stärker durchdringen als diese Strahlen und in sehr großer Entfernung wirksam sein. Ihr denkt etwas – und schon verlässt euch dieser Gedanke und geht in die Welt, um auf die Gehirne anderer Personen einzuwirken. Ihr bringt also mit euren Gedanken die verschiedensten, euch unbekannten Mechanismen in Bewegung. Welche Schlussfolgerung muss man daraus ziehen? Dass man, wenn man sich gehen lässt und negative, trübe und zerstörerische Gedanken hegt, durch das Gesetz der Affinität in vielen Tausenden von Köpfen anderer Menschen den gleichen Zustand hervorruft. Selbst wenn man sich dessen nicht bewusst ist, es ist so, und man ist dafür verantwortlich. Man wird auch bestraft werden, denn man hat nicht das Recht, einen Menschen negativ zu beeinflussen oder etwas Gutes in ihm zu zerstören.

Wenn die Menschen sensibel genug wären, könnten sie sehen, wie manche Personen von einer Wolke düsterer Wesenheiten umgeben sind, die nach einiger Zeit losziehen und im Raum Schäden anrichten, ohne dass sich diese Personen bewusst sind, dass sie selbst die Ursache dafür sind… Was ich euch hier die Gedanken betreffend sage, das gilt natürlich ebenso für die Gefühle, da die Gedanken und die Gefühle eine Kraft sind, die vom Menschen ausgeht in den Raum, um sich dort gut oder böse auszuwirken.

Entscheidet euch also, nur Gedanken und Gefühle auszusenden, die segensreiche Konsequenzen haben. Wenn ihr merkt, dass ihr nicht mehr Herr der Lage seid, dass ihr euch negativen Impulsen hingebt, dann reagiert und versucht, eine andere Richtung einzuschlagen.

Ihr müsst von nun an begreifen, dass es nichts Wichtigeres gibt, als sich seiner Gedanken bewusst zu sein und sie zu überwachen. Gewiss, das könnt ihr nicht sofort erreichen. Eine Zeit lang werdet ihr noch durch Erschütterungen gehen müssen, aber ihr habt wenigstens die Möglichkeit, eines Tages Herr der Situation zu werden.

 

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Start der Verlosung zum Welttag des Buches 2015

Start der Verlosung zum Welttag des Buches 2015

Start der Verlosung zum Welttag des Buches 2015

Heute ist der langersehnte Start der Verlosung zum Welttag des Buches 2015. Wie angekündigt, warten drei Bücher auf drei glückliche Gewinner. Wir verlosen:

Bitte klicken Sie auf eines der Bücher, um mehr Informationen zu erhalten.

Wir haben uns in letzter Sekunde entschieden, die Ausgabe 2014 der Gedanken für den Tag zu verlosen, statt wie angekündigt, die Ausgabe 2015, weil die Ausgabe 2014 laut Kundenmeinung die bisher beste war und die schönsten Texte enthielt.

Und so können Sie an der Verlosung teilnehmen:

Schreiben Sie uns eine E-Mail an die Adresse verlosung@prosveta.de oder klicken Sie auf sie, um zum Kontaktformular zu gehen und dort Ihre Nachricht an uns zu senden. Vergessen Sie beim Weg über das Kontaktformular bitte nicht, im Feld „Betreff“ VERLOSUNG zu schreiben.

Es ist nicht notwendig, einen Text zu schreiben.

Teilnahmebedingungen

  1. Die Verlosung läuft vom 23. April 2015 bis zum 30. April 2015.
  2. Die Ziehung der Gewinner findet am 01. Mai 2015 statt
  3. Teilnehmen an der Verlosung kann jeder mit eigener Postanschrift und Email-Adresse. Von der Verlosung ausgeschlossen sind die Mitarbeiter des Prosveta Verlags GmbH.
  4. Zwischenzeitliche Käufe über unsere Webseite beeinflussen nicht Ihr Ergebnis der Auslosung der Gewinner.
  5. Die Gewinner werden ermittelt, indem wir allen teilnehmenden E-Mail-Adressen eine Nummer zuweisen und diese dann per Zufallsgenerator ziehen.
  6. Die gewonnenen Bücher werden kostenlos per DHL / DPD an die Gewinner zugestellt.
  7. Die Preise können nicht getauscht oder zurückgegeben werden.
  8. Die E-Mail-Adressen der Teilnehmer werden nach Beendigung der Verlosung aus unserem System gelöscht – außer Sie gestatten uns ausdrücklich die Verwendung Ihrer Daten, z.B. für unseren Newsletter.
  9. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!

Leseprobe Izvor 213 – Die menschliche und göttliche Natur in uns

Leseprobe Izvor 213 - Die menschliche und göttliche Natur in uns. Band 213 der Reihe Izvor von Omraam Mikhael Aivanhov aus dem Prosveta Verlag. 12,00 Euro.

Leseprobe Izvor 213 – Die menschliche und göttliche Natur in uns

Rückentext des Buches Izvor 213 “Die menschliche und göttliche Natur in uns”:
Wie oft sagt man zur Rechtfertigung gewisser Schwächen: »Das ist menschlich!« Wenn man aber richtig überlegt, bedeutet »das ist menschlich« eigentlich »das ist tierisch«. Wie also lässt sich die menschliche Natur definieren?

Der Mensch ist das Doppelwesen, das in seiner Evolution zwischen der tierischen und der göttlichen Welt steht. Er muss seine niedere Natur bezähmen, um sie zu überwinden. Die Aussage der Heiligen Schrift »Ihr seid Götter« soll den Menschen an den göttlichen Wesenskern erinnern, der in ihm verborgen ist und den es zu manifestieren gilt. Meister Omraam Mikhael Aivanhov sieht hier den wahren Sinn unseres Lebens. Immer wieder kommt er auf diesen Punkt zu sprechen und gibt uns Methoden, wie wir diese Götter auch offenbaren können, die wir sind und die wir noch nicht kennen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Menschlich… oder Tierisch?
  2. Die niedere Natur, eine umgekehrte Spiegelung der höheren Natur
  3. Auf der Suche nach unserer wahren Identität
  4. Über die Möglichkeit, den Begrenzungen der niederen Natur zu entgehen
  5. Die Sonne, Symbol der göttlichen Natur
  6. Die niedere Natur beherrschen und als Energiequelle benutzen
  7. Der höheren Natur mehr Äußerungsmöglichkeiten geben: sich bessern
  8. Die Stimme der göttlichen Natur
  9. Der Mensch kann sich nur dann entfalten, wenn er seiner höheren Natur dient
  10. Die höhere Natur in sich selbst und anderen fördern
  11. Die Rückkehr des Menschen in Got

 

Kapitel 1
Menschlich… oder Tierisch?

Jedes menschliche Wesen, das auf die Welt kommt, bringt Neigungen aus ferner Vergangenheit mit, die ein für alle Mal in ihm eingeprägt sind. Sie stammen aus der Zeit, als der Mensch viel mit dem Tierreich gemeinsam hatte. Niemand ist von dieser Vergangenheit frei. Die Menschen unterscheiden sich dadurch, dass diejenigen, die das Licht der Einweihungslehre besitzen, ihre tierischen Triebe beherrschen können, während andere, die dieses Wissen nicht besitzen oder nicht annehmen wollen, ihren niederen Neigungen nachgeben müssen. Das ist doch ganz normal und selbstverständlich! Für sie ist die Einweihungslehre anormal und widernatürlich, aber nach Ansicht der göttlichen Welt ist sie völlig normal.

Die meisten Menschen wissen nicht genau, was naturgemäß ist und was nicht. Sie reden davon, der Natur zu folgen, sich ihren Gesetzen zu unterwerfen und sie nachzuahmen. Das ist schön und gut, aber um welche Natur handelt es sich? Denn es gibt nicht nur eine Natur, sondern zwei: eine niedere und eine höhere. Viele, die angeblich »der Natur gehorchen«, handeln in Wirklichkeit gegen die höhere Natur, während andere, die die göttliche Natur in sich zur Entfaltung bringen wollen, die niedere Natur zu zügeln suchen. Die Menschen haben keine klaren Vorstellungen in diesem Bereich. Deshalb muss man ihnen bewusst machen, dass sie eine höhere Natur besitzen, die sich anders äußert als die so genannte menschliche Natur. Letztere ist eigentlich nichts anderes als der von der Tierwelt ererbte niedere Instinkt. Wie oft sagt man, um seine eigenen Schwächen zu rechtfertigen: »Das ist menschlich!« Wenn man darüber nachdenkt, bedeutet menschlich allerdings eigentlich »tierisch«. Nirgends steht geschrieben, dass der Mensch solchen Schwächen nachgeben soll.

Die Tiere sind so wie sie sind in Ordnung. Für sie zählt nur das Überleben. Also müssen sie fressen, einen Unterschlupf finden, sich vermehren und sich verteidigen. Die Natur hat ihnen verschiedene Instinkte gegeben, denen sie gehorchen, und die man Selbsterhaltungstrieb, Zeugungstrieb, Aggressivität usw. nennt. Es ist daher normal, wenn sie egoistisch, grausam und ängstlich sind. Bei den Menschen jedoch verhält es sich anders. Die kosmische Intelligenz hat ihnen einen Verstand und andere Eigenschaften und Tugenden gegeben, mit denen sie über die Instinkte hinausgehen können. Auch wenn sie noch das tierhafte Wesen besitzen, wohnt in ihnen doch auch eine andere Natur, die es zu entwickeln gilt. Ich behaupte natürlich nicht, dies sei einfach und von heute auf morgen zu verwirklichen. Das tierische Wesen mit seinen Trieben und Begierden steht dem Menschen noch so nahe!

Wenn ihr euch analysiert, werdet ihr schnell feststellen, dass manche Neigungen so tief in euch verwurzelt sind, dass sie durch nichts zu entfernen sind, während andere ständig durch gutes Zureden, Lektüre und Gebet ermutigt werden müssen, damit sie nicht völlig verschwinden. An Hunger, Durst oder Schlaf und das Besitzen wollen bestimmter Dinge oder die Sucht nach bestimmten Vergnügungen braucht niemand euch zu erinnern! Diese Dinge sind so tief in euch verankert, dass ihr euch ihrer nicht entledigen könnt, selbst wenn ihr es wollt. Wenn es jedoch darum geht, weise, überlegt, selbstlos, großzügig und vorausschauend zu handeln, muss man euch immer wieder ermutigen. Es gibt also etwas im Menschen, das stark und unerschütterlich auf eigenen Füßen steht und etwas anderes, viel Schwächeres, das ständig Beistand und Schutz braucht. Die triebhafte Natur des Menschen hatte im Laufe seiner Inkarnationen während der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende Zeit genug, sich zu entwickeln und stark zu werden, während Verstand und Weisheit in der Geschichte der Menschheit relativ neu sind.

In Wirklichkeit waren Verstand und Weisheit vor allen anderen Erscheinungen da. Da sie jedoch dem Menschen sehr fern sind, müssen sie einen langen Weg zurücklegen, bevor sie sich in ihm offenbaren können. Die Weisheit existierte bereits vor der Schöpfung der Welt. In der Bibel heißt es: »Der Herr hat mich (die Weisheit) schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war. Als er die Grundfesten der Erde legte, da war ich als sein Werkmeister bei ihm; ich war seine Lust täglich…« (Spr 8,22). Die Weisheit ist also als Erstes erschienen. Der Mensch jedoch hat noch nicht lange an ihr teil und deshalb ist sie so schwach in ihm. Die Triebe dagegen sind fest verankert.

Wenn ihr in der Gesellschaft lebt, dürft ihr euch nicht wundern, von ihr beeinflusst zu werden. Aber eigentlich handelt es sich nicht um Einflüsse, sondern um eure eigene triebhafte, prähistorische Natur, die erwacht und sich von den Dingen mitreißen lässt, die ihr entsprechen. Dabei wird die Vernunft ausgeschaltet. Zur Rechtfertigung sagt ihr dann: »Ach, ich bin einem ungünstigen Einfluss erlegen und habe eine Dummheit gemacht.« Nein, ihr seid einem inneren Drang gefolgt, und das ist normal. Alle Menschen tragen ihre tierische Vergangenheit mit sich herum. Bei den einen ist es Gerissenheit, bei anderen Grausamkeit, Gier oder Sinnlichkeit. Jetzt kommt es darauf an, eure Intelligenz, eure Einsicht zu entwickeln, damit sie so stark werden, dass sie der alten, triebhaften Natur standhalten können. Hier liegt das Problem, das jeder von uns zu lösen hat: Wir müssen lernen, nicht immer vor der niederen Natur zu kapitulieren.

Gewiss, sie ist sehr stark und tief verankert. Sie hält uns in ihren Krallen, aber das ist noch lange kein Grund, ihr immer wieder nachzugeben. Sie ist nur deshalb so stark, weil sie genügend Zeit hatte, in uns Wurzeln zu schlagen. Ich glaube sogar, dass sie nur deshalb so egoistisch, böse und grausam ist, weil sie unter sehr schwierigen Verhältnissen leben musste. Seht einmal, was die Tiere alles durchmachen müssen, um zu überleben. Wie viele Schwierigkeiten haben sie, um Nahrung und einen Unterschlupf zu finden, um sich zu verteidigen und sich gegen andere Tiere zu schützen! Wie soll eine Wesensart, die unter solchen Umständen entstanden ist, jetzt auf einmal sanft, gut und milde sein? Nein, sie musste egoistisch, grausam und rachsüchtig sein und jetzt ist sie auf ihrem Gebiet perfekt.

Die niedere Natur hatte also Anrecht auf einen Platz an der Sonne. Sie hat ihre Aufgabe bestens erfüllt. Aber sie bedeutet nicht die letzte Etappe in der Entwicklung des Menschen. Nun müssen auch Verstand, Vernunft und Weisheit zum Ausdruck kommen.

Nehmen wir zum Beispiel die Angst. Sie ist ein Instinkt, der bei den Tieren sehr stark entwickelt ist. Die Angst wurde den Tieren gegeben, damit sie sich einer Gefahr bewusst werden und sich verteidigen. Sie ist also ein ausgezeichneter Führer: Sie schützt und belehrt die Tiere. Alle Lebewesen müssen zunächst ängstlich sein. Später, wenn sie einen höheren Entwicklungsgrad erreicht haben, greift die kosmische Intelligenz ein und befreit sie von diesem Hemmnis: Die Angst wird durch die Einsicht ersetzt. Wissen, Kennenlernen und Begreifen sind besser als Angst und Unwissenheit. Es ist ganz normal, dass die Tiere ihre Angst, die sie vor Gefahren schützt, behalten, denn sie haben keinen Verstand. Wenn jedoch der Mensch, der das neue, für seine Entwicklung entscheidende Element, den Verstand, besitzt, weiterhin die tierische Angst in sich duldet, ist das nicht normal und hemmt seinen Fortschritt.

Wir können also folgendes Gesetz formulieren: Was die Natur zu einer bestimmten Zeit befürwortet und akzeptiert, duldet sie zu einer anderen Zeit nicht mehr. So ist es mit vielen Dingen im Leben. Man arbeitet mit aller Kraft, um bestimmte Dinge zu erreichen… und dann, um sie wieder loszuwerden. Die Weisheit liegt im Wissen, wie lange man bestimmte Dinge behalten und wann man sich von ihnen lösen soll. Denkt über das Beispiel der Angst nach: Der Mensch sollte keine Angst mehr haben.

Hier noch ein anderes Beispiel: Wenn ein junger Mann sich von einem Mädchen angezogen fühlt, verspürt er den inneren Drang, sich auf sie zu stürzen. Nun, das ist ganz normal. Aber was wird aus ihm werden, wenn er ständig seinem Verlangen nachgibt? Er bleibt ein Tier. Wenn dann die andere Natur eingreift und ihm rät: »Es liegt in deinem eigenen Interesse, dich zu beherrschen, dich zusammenzunehmen und die Kontrolle nicht zu verlieren!«, könnte man natürlich sagen, diese Natur sei unnatürlich. Oder angenommen, jemand will sich den Besitz seines Nachbarn aneignen: Seine niedere Natur schlägt ihm vor, sich einfach alles zu nehmen. Er braucht es und damit basta. Nur keine Gewissensbisse! Aber wenn die höhere Natur sich einschaltet, sagt sie »So geht das nicht! Das gehört dem anderen. Das darfst du ihm nicht wegnehmen. Du hast kein Recht dazu, du wirst dafür bezahlen müssen!” Seht ihr, hier äußern sich bereits Verstand, Gerechtigkeit und Moral.

Alle Menschen leben naturgemäß. Die Frage ist nur, ob sie der tierischen oder der göttlichen Natur folgen. Leider sind die meisten Menschen der tierischen Natur treu. Ja, ihr sind sie absolut treu und überzeugt, dass sie ihr folgen müssen. Wenn man ihnen verständlich machen will, dass es eine höhere Natur zu entwickeln gilt, wird das Leben doch so kompliziert! Aber diese höhere Natur muss entfaltet werden. Das von unseren Vorfahren im Lauf der Jahrhunderte errichtete Gebäude war wunderbar, aber eines Tages ist es veraltet und baufällig und bricht zusammen. Ein neues muss an seine Stelle treten. Gewiss, das Gebäude war für bestimmte Verhältnisse bestens geeignet, aber die Verhältnisse ändern sich, und dann ist es nicht mehr angemessen. Man könnte vielleicht einige Elemente für den Neubau wieder verwenden, genauso wie man für ein neues Haus Balken oder Eisenstücke des alten verwertet. Aber abgerissen werden muss es.

Jesus sagte: »Wenn ihr nicht sterbt, werdet ihr nicht leben.« Ja, so ist es. Die niedere Natur in uns muss sterben, damit die höhere geboren werden kann. Ähnlich wie das Saatkorn, das sich in der Erde auflöst und zu keimen beginnt! Wenn es nicht stirbt, das heißt, wenn es nicht darauf verzichtet, unnütz in der Scheune herumzuliegen (was auch eine Art von Tod ist), kann es nicht leben und Früchte tragen. Für uns gilt das Gleiche: Wenn wir bei unseren alten Ansichten bleiben, werden wir nicht leben. Wir müssen die alten Formen ablegen und andere, neue, prachtvolle Formen annehmen. Dann werden wir leben! Glaubt ihr wirklich, dass Christus unseren Tod wollte? Nein. »Wenn ihr nicht sterbt« bedeutet: wenn ihr eure Gewohnheiten, eure Lebens- und Denkweise nicht ändert. Er, der sagte: »Ich bin die Auferstehung und das Leben«, wollte sicher nicht, dass wir sterben. Er wollte, dass wir vom gleichen Leben durchflutet werden.*

Deshalb gibt es nur einen Weg: In der niederen Natur sterben, um in der göttlichen geboren zu werden.

Anmerkung: *Siehe Band 209 der Reihe Izvor »Weihnachten und Ostern in der Einweihungslehre«, Kapitel 4 und 5: »Wenn ihr nicht sterbt, werdet ihr nicht leben« und »Die Auferstehung und das Jüngste Gericht«.

Kapitel 2
Die niedere Natur, eine umgekehrte Spiegelung der höheren Natur

Seit Tausenden von Jahren versuchen die Menschen die Struktur ihrer Psyche zu erkennen und haben diesbezüglich zahlreiche Aufteilungen erdacht. Die einen gehen von der Zahl 2 aus: Geist und Materie, männlich und weiblich, positiv und negativ, Himmel und Erde, Gut und Böse. Andere nehmen die Zahl 3 als Basis und unterscheiden Verstand, Gefühl und Wille, was auch der Einteilung der christlichen Theologie in Geist, Seele und Körper entspricht. Die Alchimisten stützen sich auf die Zahl 4, entsprechend den 4 Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer. Die Astrologen knüpfen an die 12 Tierkreiszeichen an. Für die Inder und die Theosophen hat der Mensch 7 Körper: Physis-, Äther-, Astral-, Mental-, Kausal-, Buddhi- und Atmanleib. Die Kabbalisten gehen von 3, 4, 9 oder 10 aus. Für andere schließlich ist der Mensch eine unteilbare Einheit. Egal welchen Standpunkt man vertritt, er ist immer richtig und hängt davon ab, von welcher Seite man die Dinge betrachtet.

Zur Vereinfachung gehen wir davon aus, dass der Mensch eine vollkommene Einheit darstellt, die jedoch polarisiert ist und sich unter zwei verschiedenen Aspekten äußert. Der Mensch hat zwei Naturen, eine niedere und eine höhere, die gleichermaßen denken, fühlen und handeln können, jedoch in entgegengesetzten Richtungen. Ich habe diese beiden Naturen Personalität und Individualität genannt.

Ihr müsst zunächst begreifen, dass auch die niedere Natur ihren Ursprung im Geist hat, auch wenn sie sich der höheren widersetzt. Der Geist ist der Ursprung aller Dinge. Das ist eine Wahrheit, die ihr euch immer wieder vor Augen halten müsst. Aber als der Geist sich offenbaren wollte, musste er sich Äußerungsformen schaffen, die ihm den Abstieg in die immer dichter werdende Materie erlaubten. Diese Äußerungsformen nennen wir »Körper«. Vom feinstofflichsten zum dichtesten sind dies Atman-, Buddhi- und Kausalleib, die unserer höheren Natur, der Individualität entsprechen, sowie Mental-, Astral- und Physisleib, die der niederen Natur, der Personalität entsprechen. Der physische Leib, der Astralleib (Bereich der Gefühle) und der Mentalleib (Bereich der Gedanken) stellen auf niederer Ebene den Atman-, Buddhi- und Kausalleib dar.

 

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Ihr werdet sagen: »Aber wenn die Personalität ein Abbild der Individualität ist, warum ist sie dann so begrenzt, schwach, blind und fehlerhaft?« Darauf antworte ich, dass jeder von uns eine Individualität besitzt, die wesenhaft göttlich ist. Sie ist in den himmlischen Sphären zu Hause, wo sie in völliger Freiheit, im strahlendsten Licht, in Glückseligkeit und Frieden lebt und alle Macht hat. In den dichteren Bereichen der Materie jedoch kann sie sich nur so weit äußern, wie die drei niederen Körper (die Personalität) es ihr gestatten. Wer hier unten schwach, unwissend und böse erscheint, ist gleichzeitig oben eine Wesenheit, die Wissen, Liebe und Kraft besitzt. Deshalb findet man im selben Wesen auf der unteren Ebene Begrenztheit und auf der höheren Reichtum und Vollkommenheit.

Der esoterischen Wissenschaft zufolge ist der Mensch ein äußerst vielseitiges Wesen von unsagbarem Reichtum. Vor allem ist er weit mehr als das, was man rein materiell von ihm sieht. Hierin unterscheiden sich esoterische und offizielle Wissenschaft. Letztere sagt: »Hier haben wir einen Menschen. Wir kennen ihn. Man kann ihn in verschiedene Bereiche aufteilen. Er besteht aus diesen und jenen Organen, Zellen und chemischen Substanzen, die wir identifi-ziert und benannt haben. Das ist der ganze Mensch. Die esoterische Wissenschaft behauptet dagegen nicht nur, dass der Mensch außer dem physischen noch andere Körper hat, sondern erklärt auch deren Wesen und Aufgabe.

Vorläufig vermag die Individualität sich also nicht völlig durch die dichten, groben Schichten der Personalität zu äußern. Bis die Körper, die die Personalität bilden, zum Abbild der Eigenschaften und Tugenden der Individualität werden, braucht es noch Jahrhunderte und Jahrtausende voller Erfahrungen, Übungen und Studien. Wenn sie jedoch vollkommen entwickelt sind, wird der Mentalleib so fein und scharfsinnig sein, dass er endlich die göttliche Weisheit zu begreifen beginnt, der Astralleib wird zu den edelsten und selbstlosesten Gefühlen fähig sein, und der physische Leib schließlich ist in seinen Handlungen völlig frei und an nichts gebunden.

Da die beiden Naturen nicht wirklich voneinander getrennt sind, versucht die Individualität ständig die Personalität zu beeinflussen. Aber die Personalität will unabhängig und frei bleiben, sie will tun, was ihr gefällt und hört nur sehr selten auf die von oben kommenden Impulse. Obgleich die Individualität sie beseelt, belebt, nährt und stützt, widersetzt sie sich ihr so lange, bis die Individualität eines Tages dank der Zielstrebigkeit und der Willenskraft des Menschen in die Personalität eindringt, um sie unter Kontrolle zu halten und zu beherrschen. Dann wird die Personalität so unterwürfig und folgsam, dass sie mit der Individualität eine Einheit bildet. Das ist die wahre Vereinigung, die wahre Ehe, die wahre Liebe, das wahre, »Verbinden der beiden Enden« der Esoterik. Das eine Ende ist die Personalität. Sie ist eine Dreiheit, genau wie Zerberus, der dreiköpfige Hund, der den Eingang zur Hölle bewachte. Das andere Ende ist die ebenfalls eine Dreiheit darstellende Individualität, unsere göttliche Natur.

Diese Vereinigung, diese Verschmelzung, diese so wünschenswerte Ehe wird sich eines Tages vollziehen. Aber wann? Das ist schwer zu sagen. Der Zeitpunkt ist für jeden Menschen verschieden; bis es so weit ist, besteht die Arbeit des Schülers darin, inmitten der Wechselfälle des Schicksals die Personalität der Individualität, dem inneren göttlichen Willen zu unterwerfen, damit sie ihm ein fügsames Werkzeug wird. Das ist das Ziel der Übungen und Praktiken aller Einweihungsschulen.

Alles hat seinen Ursprung in Gott, auch unsere niedere Natur. Angenommen ihr sucht Gold und wollt nun aus dem Erz das Metall gewinnen. Obgleich Gold und Erz verschieden sind, haben sie denselben Ursprung. Ihr werdet fragen: »Aber wie kann Gott, der doch etwas ganz anderes ist als Materie, etwas schaffen, das so dicht, stumpf und schwer ist?« Das kann ich euch durch ein sehr einfaches Beispiel erklären.

Bei der Schöpfung der Welt ist Gott genauso vorgegangen wie die Spinne, die ihr Netz webt. Ja, die Spinne zeigt, wie Gott die Welt erschaffen hat. Ihr denkt: »Eine Spinne? Ist die so klug?« Ich weiß nicht, welche Universitätsdiplome sie besitzt, aber wenn ihr sie genau beobachtet und ihr Verfahren begreift, könnt ihr erstaunliche philosophische Schlüsse da-raus ziehen. Seht einmal, wie sie ihr Gewebe spinnt: Das ist ein ganzer Kosmos, ein geometrisches, mathematisches, tadelloses Bauwerk. Wie macht sie das? Nun, zuerst sondert sie eine Flüssigkeit ab, die beim Hartwerden einen feinen, elastischen Faden bildet, womit sie dann ihr Gewebe spinnt.

Ich habe auch von den Schnecken gelernt. Die Schnecke hat einen weichen Körper, aber das Schneckenhaus ist hart. Auf den ersten Blick haben die Schnecke und ihr Gehäuse nichts Gemeinsames. Dennoch hat sie ihr Haus selbst hergestellt. Das Gehäuse wird allmählich größer, weil der Ätherleib der Schnecke in die winzigen Hohlräume der Materie eindringt und die Teilchen auseinander schiebt. Das Gehäuse ist etwas anderes als die Schnecke, obgleich sie selbst es abgesondert und vergrößert hat.

Dieses Beispiel veranschaulicht, dass Gott die Welt durch die Emanation einer feinstofflichen Materie schuf, die sich dann verdichtete. Ihr werdet sagen: »Das sind doch lächerliche Geschichten!« Mag sein. Aber eines schönen Tages werden selbst die gelehrtesten Menschen alles dafür geben, solche lächerlichen Geschichten zu hören. Scheinbar sind Tier und Gehäuse zwei verschiedene Dinge, aber in Wirklichkeit bestehen sie aus ein und derselben Materie, denn das »Häuschen« ist durch die Absonderungen der Schnecke entstanden. Nun, für Personalität und Individualität gilt genau das Gleiche. Die Personalität ist dicht, schwer und starr wie ein Panzer, während die Individualität leicht, beweglich und lebendig ist. Sie sind verschieden und dennoch gleichen Ursprungs.

Unser höheres Ich, die Individualität, hat sich ihr »Beförderungsmittel« – die Personalität – genauso geschaffen, wie die Schnecke ihr Haus: durch die Absonderung einer sich verhärtenden Substanz. Wir »tragen« unseren Physischen Körper genau wie die Schnecke ihr Gehäuse. Er ist das Haus, in dem wir wohnen. Das Schlimme aber ist, dass man den Menschen beigebracht hat, sich mit ihrem Panzer zu identifizieren, statt mit der Kraft, die ihn geformt hat, dem Geist. Deshalb ist der Mensch schwach, begrenzt, ohnmächtig und fehlbar. Der physische Körper ist nicht der Mensch selbst, sondern nur sein Fahrzeug, sein Pferd, sein Werkzeug, seine Behausung. Der wahre Mensch ist Geist, allmächtiger, unbeschränkter, all-wissender Geist. Erst wenn der Mensch sich mit seinem Geist identifiziert, ist er wirklich stark, erleuchtet und göttlich.

Ihr müsst also wissen, dass ihr alle Gottheiten seid. Ja, ihr seid göttliche Wesen und weilt in sehr hohen Sphären, wo es keine Begrenzung, Finsternis, Leid, Trauer und Entmutigung gibt. Dort oben lebt ihr in der Fülle. Aber dieses Leben könnt ihr noch nicht auf das Erdendasein übertragen und es hier unten fühlen, begreifen und äußern, weil die Personalität euch daran hindert. Sie ist stumpf, undurchlässig und ungeeignet. Sie ist nicht richtig eingestellt, genau wie ein Radio, das manche Sender nicht empfangen kann. Die Frequenzen der kosmischen Intelligenz in den göttlichen Sphären haben eine so hohe Schwingung, dass die dichte und schwerfällige Personalität mit den göttlichen Botschaften nicht im Einklang schwingen kann. Die Schwingungen gehen spurlos am Menschen vorbei. Er ahnt nicht einmal, was er in Wirklichkeit in den höheren Ebenen seines Wesens erlebt.

Es gibt natürlich Mittel und Wege, dieser Situation abzuhelfen. Wenn ihr euch entschließt, die Regeln eines reinen Lebens einzuhalten, wenn ihr endlich wieder Söhne und Töchter Gottes werden wollt, wird euer Herz großzügiger, euer Verstand klar und euer Wille fest. Auf diese Weise wird die Personalität ein Werkzeug, das das göttliche Leben der Individualität immer besser äußern kann, bis eines Tages beide miteinander verschmelzen und eins werden; dann existiert die Personalität nicht mehr. Personalität und Individualität sind zu ein und derselben vollkommenen Wesenheit geworden.

Im Moment habt ihr nur von Zeit zu Zeit einige Offenbarungen und Intuitionen, die blitzartig in euch aufleuchten. Aber solche Wahrnehmungen dauern nicht lange an, bald darauf ziehen die Wolken wieder auf. Nach einer Weile erlebt ihr dann vielleicht beim Lesen, beim Anblick einer Landschaft, beim Beten oder Meditieren wieder einen himmlischen Augenblick. Aber dieser Augenblick dauert nicht. Seht ihr, so ist das Leben des Menschen: ein ewiger Wechsel zwischen Licht und Finsternis, bis er eines Tages selbst Ausdruck der Gottheit wird und als völlig neuer Mensch das neue Leben lebt.

Das Zentrum der Personalität ist der Astralleib, der Körper der Wünsche. Von ihm gehen alle Regungen und Impulse aus, die uns negativ beeinflussen. Der Astralleib gibt den Anstoß, und der Mentalleib versucht, diesen mit allen möglichen Mitteln und Wegen zu verwirklichen. Begreift endlich, dass unsere Wünsche unser Verhalten bestimmen. Obwohl der Verstand über den Wünschen und Begierden steht und sie zügeln und sich ihnen widersetzen kann, ist er ihnen zu Diensten. Ist das nicht wahr? Jeder gebraucht seinen Verstand, um seine Wünsche, Leidenschaften und Begierden zu befriedigen. Der Mensch setzt seine ganze Aus-bildung, alle seine Kenntnisse, ja seinen ganzen kulturellen Reichtum für ein finsteres, sonderbares und dunkles Etwas ein, das von wer weiß woher, aus der düsteren Unterwelt kommt. Alle angeblich so aufgeklärten Gebildeten und Gelehrten folgen in Wirklichkeit unklaren Kräften und Impulsen. Das ist die traurige Wahrheit, und wenn ihr mir nicht glaubt, seht euch die Dinge selbst an!

Wenn der Astralleib im Dienst des Verstandes oder, was noch besser wäre, wenn der Verstand im Dienst der Seele und des Geistes stünde, wäre die Vollkommenheit erreicht. Hier liegt die Aufgabe des Gebets: Es soll den physischen, den Astral- und den Mentalleib, das heißt die niedere Dreiheit, die egoistisch denkt, fühlt und handelt, der höheren Dreiheit unterwerfen, die göttlich auf die Welt hin denkt, fühlt und handelt. Das beste Gebet ist die Bitte darum, dass die Individualität unser ganzes Wesen ausfüllen möge. Solange die Personalität sich in den Vordergrund schiebt, kann die Individualität sich nicht behaupten, auch wenn sie uns von Zeit zu Zeit ihren Segen und ihre guten Ratschläge gibt. Die Personalität behält ihre Macht und nichts bessert sich. Ja, der Individualität gelingt es wohl, uns zuweilen zu helfen und uns ihre lichtvollen Funken und Inspirationen mitzuteilen, aber ihr Einfluss hält nicht lange an. Sie zieht sich bald wieder zurück, weil der Mensch den Umgang mit seiner Personalität bevorzugt.

Einige werden sagen: »Das ist doch alles Blödsinn. Das hat weder Hand noch Fuß, das ist nicht wahr! So etwas glaube ich nicht!« und sie leben weiter das Leben der Personalität. Natürlich können sie machen, was sie wollen. Eines Tages werden sie die Wahrheit erkennen, aber bis dahin verlieren sie so viel Zeit! Man sollte die Wahrheit lieber gleich akzeptieren und sich anstrengen, um voranzukommen! Das soll aber nicht heißen, dass ihr sofort eine Gottheit werdet. Nein, ihr werdet fallen, euch wieder aufrichten, wieder fallen und euch wieder aufrichten, den Mut verlieren und neuen Mut schöpfen, bis endlich das göttliche, uneigennützige Bewusstsein der Individualität in euch Fuß fasst und sich festigt.

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2. Bildband für die Verlosung zum Welttag des Buches

2. Bildband für die Verlosung zum Welttag des Buches

2. Bildband für die Verlosung zum Welttag des Buches

Mit diesem Beitrag heute stellen wir Ihnen den 2. Bildband vor, den wir in der Verlosung zum „Welttag des Buches“ beginnend am 23. April bis zum 30. April für einen glücklichen Gewinner bereithalten.

Es handelt sich um den Bildband „Omraam Mikhael Aivanhov“, der anlässlich seines 100. Geburtstages im Jahre 2000 veröffentlicht wurde. Wir verlosen die Englische Ausgabe, aber selbst, wenn Sie kein Englisch lesen und verstehen, ist dieser Bildband eine Augenweide.

Der Bildband „Omraam Mikhael Aivanhov“ nimmt Sie mit auf eine visuelle Reise beginnend mit Aivanhovs Kindheit, über die Zeit mit seinem Meister Peter Deunov, die Treffen im Rila Gebirge und das Bruderschaftszentrum in Sofia, Bulgarien. Sie lernen auf interessante Weise die Symbolik in Aivanhovs Lehre kennen, denn der ganze Bildband ist durchzogen von farbigen gemalten Bildern, die es teilweise auch als Poster gibt, z. B. den Lebensbaum. Im 2. Teil des Bildbands werden Sie Omraam Mikhael Aivanhov in seinem Werdegang als Meister begleiten, mit schönen Farbbildern und eindrucksvollen Schwarz/Weiß-Aufnahmen. Sie werden begeistert sein!

Um an der Verlosung zum Welttag des Buches teilzunehmen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an die Verlosungs-Adresse, die wir pünktlich zum Start am 23. April bekanntgeben. Sie brauchen keinen Text zu schreiben, einfach die E-Mail abschicken genügt. Alle eingegangen E-Mail-Adressen werden gesammelt und die Gewinner am 01. Mai 2015 in einer feierlichen Ziehung ermittelt.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!

1. Bildband für die Verlosung zum Welttag des Buches

1. Bildband für die Verlosung zum Welttag des Buches. Le Maitre Peter Deunov aus dem Kibea Verlag Bulgarien.

1. Bildband für die Verlosung zum Welttag des Buches

Heute wollen wir Ihnen den ersten Bildband vorstellen, den wir für die Verlosung zum Welttag des Buches für Sie bereitstellen.

Es handelt sich um den Prachtband „Le Maitre Peter Deunov“ aus dem Kibea Verlag aus Bulgarien (bei Twitter zu finden als @KibeaNet) Dieses Buch hat die Maße von 24 cm Breite und 32 cm Höhe. Es  ist 88 Seiten dick und überaus reich bebildert. Es ist in französischer Sprache geschrieben, aber selbst, wenn Sie kein Französisch sprechen oder lesen können, werden Sie vom Eindruck, den die Gestaltung und Inszenierung bei Ihnen hinterlässt, begeistert sein.

Der Bildband „Le Maitre Peter Deunov“ ist einer der Titel über Peter Deunov, den wir ständig am Lager haben. Er wurde 2001 erstveröffentlicht, also nur ein Jahr nach der Veröffentlichung des Bildbandes „Omraam Mikhael Aivanhov“ aus dem Prosveta Verlag zum 100. Geburtstag von O. M. Aivanhov.

Um an der Verlosung zum Welttag des Buches teilzunehmen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an die Verlosungs-Adresse, die wir pünktlich zum Start am 23. April bekanntgeben. Sie brauchen keinen Text schreiben, einfach abschicken genügt. Alle eingegangen E-Mail-Adressen werden gesammelt und die Gewinner am 01. Mai 2015 in einer feierlichen Ziehung ermittelt.

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück!

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