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Leseprobe der Neuerscheinung „Der Preis der Freiheit“

Leseprobe der Neuerscheinung „Der Preis der Freiheit“ – Band 327 der Reihe Broschüren

 

Kapitel 1: Die Bedingung für die Freiheit: Die Beachtung der kosmischen Gesetze

Wenn mich Menschen um Rat oder Hilfe bitten, stelle ich gelegentlich die Frage: »Was wollen sie im Leben?« Und oft antwortet mir der eine oder andere: »Ich will frei sein!« Das ist ausgezeichnet, aber die Art, wie sie mir erklären, was sie beabsichtigen, um das zu erreichen, zeigt, dass sie nicht wissen, worin die wahre Freiheit besteht. Zunächst einmal haben sie noch nie darüber nachgedacht, was dieses »Ich«, das frei sein will, eigentlich ist, und wenn ich sie danach frage, sind sie erstaunt und antworten: »Wie, welches Ich? Ich, das bin ich«. In Wirklichkeit ist das aber nicht so einfach. Wie ich euch schon oft erklärt habe, besteht der ganze Mensch aus zwei »Ich«: ein höheres, göttliches Ich, und ein niederes, tierisches Ich. Und je nachdem, ob er dem einen oder dem anderen die Möglichkeit gibt, sich zu manifestieren, öffnen sich ihm weite Räume oder aber er gerät in die Klemme.

Nehmen wir jemanden, dem es gelingt, überall seinen Willen durchzusetzen und seine Wünsche zu befriedigen. Er ist mächtig genug, um es sich zu erlauben, die Gesetze der Aufrichtigkeit und der Gerechtigkeit zu übertreten, und er ist sehr stolz auf sich: Keine Polizei kommt, um ihn festzunehmen und ins Gefängnis zu stecken. Aber dieser Unwissende ist sich nicht bewusst, dass er selbst dabei ist, sich ein Gefängnis zu schaffen, aus dem er bald nicht mehr hinausgelangen kann.

Um wahrhaft frei zu sein, muss man bereit sein, anzuerkennen, dass moralische Gesetze existieren, analog zu den Gesetzen, welche die physische Welt regieren. Wenn man eine giftige Substanz schluckt, vergiftet man sich; wenn man seine Hand ins Feuer oder in kochendes Wasser hält, verbrennt man sich; wenn man sich aus der zehnten Etage herabstürzt, wird man am Boden zerschmettert. Selbst wenn das nicht genauso klar ersichtlich ist: Die Gesetze, die unsere innere Welt regieren, sind genauso unerbittlich, und von der Beachtung dieser Gesetze hängt unser Schicksal ab. Die Möglichkeit zu tun, was man will, wie man es will und wann man es will, ist ein sehr begrenzter Aspekt der Freiheit, und ist oft nur eine Illusion.

Für jedes menschliche Wesen stellt sich die Frage der Freiheit vom Moment der Empfängnis an. Neun Monate lang lebt das Baby im Schoß seiner Mutter, wo es vollständig von ihr abhängig ist. Die Geburt ist für das Baby bereits eine Art Befreiung, aber seine Freiheit ist noch sehr begrenzt. Selbst wenn das Kind sich dann seinen Eltern widersetzen kann, indem es sich weigert zu essen, zu schlafen, ruhig zu bleiben und zu tun, was sie von ihm verlangen, bleibt es doch ihrer Autorität unterstellt. An dem Tag, an dem der Mensch seine Volljährigkeit erreicht, wird er als frei betrachtet. Aber in Wirklichkeit muss er in dem Maße, wie er Selbstständigkeit erlangt, selbst lernen, sich Grenzen zu setzen.

Unsere Gesellschaft verbietet oder genehmigt bestimmte Handlungen und Verhaltensweisen. Aber was sind diese Verbote oder Genehmigungen wert? Das, was in einem Land genehmigt oder vorgeschrieben ist, ist oft in einem anderen Land verboten. Ich werde mich nicht weiter mit der Frage befassen, was die menschlichen Gesetze wert sind: Manche sind gut und man sollte sie besser befolgen; andere sind willkürlich, unnütz oder sogar schädlich. Die Gesetze jedoch, über die ich mit euch sprechen möchte, sind diejenigen, die von Beginn an von der kosmischen Intelligenz aufgestellt worden sind. Sie sind es, die wir alle kennen und beachten müssen, um unsere Freiheit zu erringen. Die Freiheit ist eine der edelsten Bestrebungen des Menschen, und nichts ist wertvoller als die Freiheit. Aber ihre Erringung hat einen Preis. Ihr kennt das Gleichnis von der Perle in den Evangelien: »Ein Kaufmann sucht nach schönen Perlen; er hat eine kostbare Perle gefunden; er hat all seinen Besitz verkauft und sie erworben«. Man kann in dieser Perle ein Symbol für unsere Freiheit sehen.

 

Kapitel 2: Die Moralgesetze: Ihre Analogie mit den Naturgesetzen

1. Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Man hat oft die Religionen beschuldigt, Regeln erfunden zu haben, um die Völker zu knechten. Es ist wahr, dass im Verlauf der Jahrhunderte eine kleine Gruppe von Menschen, die sich als eine Elite betrachteten, bemüht war, mit allen Mitteln ihre Macht über Seele und Geist der Menschen auszuüben, und sie haben kriminellen Missbrauch betrieben. Noch heute und überall in der Welt kann man denselben Missbrauch feststellen, gegen den sich aufgeklärte Männer und Frauen erheben. Aber gleichzeitig kann man besonders in den westlichen Gesellschaften auch einen gewissen Niedergang der Moral feststellen: Immer mehr will jeder nach seinen eigenen Wünschen denken und handeln und lässt dabei seinen Impulsen freien Lauf.

Da die Menschen nicht gewohnt sind, über die weit entfernten Folgen ihrer Gedanken, ihrer Gefühle und Handlungen nachzudenken, wissen sie nicht, bis wohin sie ihre Ablehnung bestimmter Moralvorschriften führen wird. Wenn sie mehr Unterscheidungsvermögen hätten, würden sie spüren, dass sie in dem Moment, wo sie diese Regeln ablehnen, schwächer werden, denn sie öffnen dunklen Mächten, die sich ihrer bemächtigen und sie binden, die Tür. Das ist ein Gesetz: Je weniger man sich kontrolliert, desto mehr wird man Sklave. Die wahre Freiheit beginnt mit der Selbstbeherrschung. Wenn die Weisen den Menschen empfehlen, die Natur ihrer Impulse zu erforschen, um sie besser zu kontrollieren, dann nicht um sie zu schikanieren, im Gegenteil, sie wollen sie befreien. Aber wer hört auf sie?

Wie viele Wissenschaftler, Philosophen und Künstler verbreiten heutzutage Ideen oder erschaffen Werke, ohne sich Fragen zu stellen, was diese wirklich wert sind und was für Wirkungen sie auf sie selbst und auf das Publikum haben werden. Sie sind frei! Es genügt ihnen, bestimmte Meinungen zu haben, gewisse Impulse zu spüren: Sie lassen diese nicht nur ihr Leben lenken, sondern machen sie auch noch überall bekannt und sind zufrieden mit dem Einfluss, den sie ausüben. Doch selbst wenn die menschliche Justiz sie nicht zur Rechenschaft zieht, die göttliche Justiz, die nach anderen Kriterien urteilt, wird dies tun. Sobald sie eine Tages im Jenseits erscheinen werden, wird sie ihnen die Schäden vor Augen halten, die sie bei anderen und auch bei sich selbst hervorgerufen haben, denn sie werden Elemente verloren haben, die für ihre Entfaltung wesentlich sind. Jeder sollte sich damit befassen, seine Gaben zur Besserung der Menschen einzusetzen, ihre Intelligenz zu erhellen, ihre Herzen zu erwärmen, und ganz besonders seinen Willen in den Dienst des höchsten Ideals zu stellen. Wer sich nicht an diese Regel hält, wird die Folgen zu tragen haben: In einer folgenden Inkarnation – und manchmal sogar schon in diesem Leben – wird er seine Begabungen verlieren.

Was die Moralgesetze charakterisiert, ist, dass sie wie die Naturgesetze von geringer Zahl und sehr einfach sind. Seid nicht erstaunt, wenn ich euch sage, dass das erste dieser Gesetze diesem entspricht, das in der Landwirtschaft herrscht: Man erntet, was man sät. Das ist das Gesetz von Ursache und Wirkung: Was man gesät hat (Ursache), das wird man ernten (Wirkung). Ein Gärtner, der Salatsamen gesät hat, wird keine Erdbeeren ernten, und wenn sich jemand das Vergnügen macht, Disteln zu säen, so wird er keine Petersilie ernten. Dieses Gesetz ist auf der physischen Ebene absolut zuverlässig, und es ist genauso zuverlässig auf der psychischen Ebene. Derjenige, der finstere, anarchische Gedanken und Gefühle sät, wird nicht nur innerlich in Finsternis und Unordnung leben, sondern er wird auch negative Reaktionen von Seiten anderer auf sich ziehen. Wie viele Leute wundern sich darüber, mancherlei Unwohlsein zu empfinden oder keine wahren Freunde zu haben!… Das kommt einfach daher, dass sie keine guten Gärtner sind.

Dem Anschein nach sind alle sehr belesen, sie zitieren sogar das Sprichwort: »Wer den Wind sät, wird den Sturm ernten.« Solange es um physische Vorgänge geht, um materielle Ereignisse, sind sie gelehrt, aber sobald es in den psychischen Bereich geht, wissen sie nichts mehr. Und dabei kann jeder diese Wahrheit feststellen und erfahren. Aber anstatt sie zu akzeptieren und die Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, verlieren sie sich in Erklärungen und Argumenten… – im originellen – um ihr Verhalten zu rechtfertigen; und selbst wenn sie durch die Tatsachen widerlegt sind, beharren sie auf ihrem Irrtum.

Was allerdings oft daran hindert, dieses Gesetz von Ursache und Wirkung zu verstehen, ist die Langsamkeit, mit der es wirkt: Das Gute geschieht nicht sofort, und das Böse ebenso wenig. Das ist das Gleiche wie beim Organismus: Wer ein Übermaß an Nahrung, Alkohol, Zigaretten usw. zu sich nimmt, bekommt nicht immer sofort die Wirkung zu spüren. Aber es ist leicht vorherzusehen, dass er, wenn er sein Verhalten nicht schnell ändert, einer Krankheit nicht entkommen kann. Und wenn es einmal soweit ist, wird er nur noch der guten alten Zeit nachtrauern können, wo er all seine Begierden befriedigen konnte. Der Organismus desjenigen, der das Maß überschreitet, in welchem Bereich auch immer, sei es physisch oder psychisch, gleicht einem Balken, der schon von Würmen zernagt wird: Sie zerstören ihn nicht von heute auf morgen, aber Jahre später, ganz plötzlich, fällt das Haus in sich zusammen.

Ein Mensch verhält sich wie ein Tyrann oder ein Betrüger, und dem Anschein nach läuft alles gut für ihn. Manche die ihn sehen, sagen sich daher: »Da ihm ja alles gelingt, gibt es wohl keine Gerechtigkeit. Warum ihn daher nicht nachahmen?« Um wirklich zu verstehen, wie die Gesetze wirken, müsste man die Menschen und die Ereignisse über einen langen Zeitraum beobachten. Einen Moment aus diesem Zeitablauf heraus zunehmen, genügt nicht, um sich darüber äußern zu können. Betrachtet auch, was in manchen Ländern geschah, die ehemals mächtig und reich waren: Oft kann man erst Jahrhunderte später verstehen, wie sie nach und nach in Dekadenz verfielen, bis zu dem Punkt, dass sie unter die Herrschaft ihrer Nachbarn gerieten. Diejenigen, die dieser Dekadenz verfielen, waren sich dessen nicht bewusst. Und das Gleiche gilt für die Individuen: Manchmal kann man die Konsequenzen eines schlechten Verhaltens nicht in der aktuellen Inkarnation beobachten, sondern erst in der folgenden.

In dem Moment, wo man handelt, löst man unausweichlich bestimmte Kräfte aus, die genauso unausweichlich bestimmte Ergebnisse hervorrufen. Es ist diese Idee von der Verbindung zwischen Ursache und Wirkung, die in dem, was die Hindus Karma nennen, enthalten ist; dann hat dieses Wort die Bedeutung von Bezahlung angenommen, für eine begangene Übertretung. Man kann daher sagen, dass das Gesetz des Karma, in der zweiten Bedeutung, jedes Mal Anwendung findet, wenn eine Handlung nicht voll und ganz von der göttlichen Weisheit und Liebe inspiriert ist – was die meiste Zeit der Fall ist. Ihr wendet ein: »Aber dann begehen wir ja zwangsläufig Fehler, wenn wir handeln, dann täten wir besser gar nichts!« Nein, nichts zu tun ist keine Lösung, das ist keine gute Haltung, um sich zu entwickeln. Ihr müsst handeln, euch üben, das sind Versuche, die ihr macht, und wenn sie ungeschickt sind, so ist das nicht schlimm, ihr werdet dann zum Nachdenken gezwungen sein, wie ihr das wieder in Ordnung bringen könnt. Natürlich werdet ihr leiden, aber ihr werdet auch lernen und Fortschritte machen… und eines Tages werdet ihr nicht mehr leiden. Wenn ihr gelernt haben werdet, korrekt zu handeln, wenn all eure Handlungen, all eure Worte von Güte, Reinheit und Selbstlosigkeit inspiriert sein werden, werden sie kein Karma mehr nach sich ziehen, sondern sie werden segensreiche Folgen bewirken. Das nennen die Hindus dann Dharma.

Bemüht euch daher, etwas vorausschauender zu sein, schaut über die sofortige Verwirklichung eines Gedanken, eines Gefühls oder eines Bedürfnisses hinaus und bemüht euch, euer fernes, endgültiges und ewiges Wohl ins Auge zu fassen. In Wirklichkeit, wenn ihr euch zu beobachten wisst, werdet ihr innerlich sehr schnell die Folgen eures Verhaltens erkennen. Ihr werdet sofort spüren, wie wohlwollende Gedanken, Gefühle und Handlungen euch innerlich erweitern: Sie entzünden ein Licht, erweitern euren Horizont. Und auch das Gegenteil: Ihr werdet spüren, wie egoistische und böswillige Gedanken, Gefühle und Handlungen euch augenblicklich verfinstern und euren Weg blockieren. Es braucht manchmal viel Zeit, bis die Folgen konkret in Erscheinung treten; aber in euch geschieht es sofort. Sogar bevor sie die anderen erreichen, beginnen eure Gedanken und Gefühle euch zu durchqueren; und wenn sie nicht von Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Güte inspiriert sind, hinterlassen sie in euch zuerst Unreinheiten, Hässlichkeit und Gifte.

Kümmert euch daher nur darum, durch euer Handeln überall Liebe, Frieden und Licht zu verbreiten. Zuerst werdet ihr selbst diese Liebe, diesen Frieden und dieses Licht verspüren. Ihr wisst noch nicht, was das Gute ist, ihr wisst noch nicht, wie mächtig es ist und fähig, euch zu schützen. Sobald ihr es in euch gestärkt habt, wird es zu einer Festungsmauer, die das Böse zurückdrängt und ihr werdet nicht erreicht.

Nichts kann sich der diesem Gesetz widersetzen: Man erntet eines Tages die Früchte der Samen, die man ausgesät hat. Dass es jetzt in der Zwischenzeit Witterungseinflüsse geben mag, dass zu viel Regen fällt, dass die Sonne die Samen verbrennt oder Vögel und Maulwürfe sie gefressen haben, das ist eine andere Frage. Das sind Unfälle, die nichts an der Realität des Gesetzes ändern: Jeder Same bringt seine Entsprechung hervor, denn die ätherische Prägung, die der Same besitzt, kann ihm nicht genommen werden. Man kann ihn zeitweise daran hindern, zu keimen und zu wachsen, aber nicht seine Natur ändern; es ist unmöglich, ihm das Schema wegzunehmen, das bewirkt, dass aus ihm Weizen wird und kein Mais. Doch ich spreche mit euch von der Natur des Samens: Sobald es günstige Bedingungen geben wird, wird der Same, den ihr gesät habt, Früchte tragen.

Es ist Zeit, dass die Menschen lernen, ihr Leben auf ein solides, unwiderlegbares Wissen zu gründen, das jeder nachprüfen und ausprobieren kann. Man erntet, was man gesät hat: Jeder ist überzeugt von der Wahrhaftigkeit dieses Gesetzes, aber nur auf der physischen Ebene. Man muss jetzt darüber hinausgehen, höher hinauf, um zu entdecken, dass dieselben Gesetze auch auf der psychischen und der spirituellen Ebene herrschen, denn die Schöpfung ist eine Einheit. Wenn man sich den Gesetzen widersetzt, die seit dem Ursprung der Welt bestehen, ist das so als, würde man gegen eine Mauer laufen: Eines Tages bricht man zusammen.

Im Gegensatz zu dem, was manche Religionen predigen, kümmert sich Gott nicht darum, die Menschen für ihre Fehler zu bestrafen, Er ist weit davon entfernt. Wenn sie aber aus Unwissenheit oder Böswilligkeit die kosmischen Gesetze übertreten, sind die Kräfte, die sie stören, so mächtig, dass die Menschen zersetzt werden. Ein Unglücklicher, der allein gegen eine ganze Armee antreten will, wird schnell vernichtet. Ein Insekt, das immer wieder gegen eine Scheibe fliegt, wird schließlich bewusstlos, aber ist es die Schuld der Scheibe? Der Mensch handelt oft wie das Insekt: Er fühlt sich frei, die göttlichen Gesetze ignorieren zu können, er stößt sich an ihnen und zerbricht. Warum hat er sich der Gefahr ausgesetzt?

Das sollte in Zukunft ganz klar sein. In welchem Bereich es auch sei, alles, was im Leben geschieht, hat zuvor die Bedingungen für seine Verwirklichung vorgefunden: Jedes Ereignis hat eine Ursache. Wie viele Leute, die sich in einer bedauernswerten Situation befinden, können nicht verstehen, was sie dahin geführt hat! Und alles ist in ihrem Kopf derart finster und unlogisch, dass man es ihnen nicht einmal erklären kann. Man müsste die Ereignisse von Anfang an aufrollen, um ihnen zu zeigen, wie die Dinge begonnen haben wo und wann sie begonnen haben, die falsche Richtung zu nehmen. Und natürlich müssten sie erst einmal Willens sein, dem zuzuhören, was man ihnen sagt. Da sind sie, gefesselt, aber anstatt Erklärungen und Empfehlungen zu akzeptieren, die sie befreien könnten, widersetzen sie sich und suchen nach allen möglichen unglaublichen Argumenten. Und diese Argumente sind immer dieselben: es ist die Schuld von anderen. Sie selbst sind natürlich völlig unschuldig. Sie weigern sich, anzuerkennen, dass es in einem bestimmten Moment etwas in ihrem Kopf oder in ihrem Herzen gab, was sie auf einen Irrweg führte; und sie klammern sich an diesen Weg und finden jedes Mal neue Argumente und neue Gründe, um sich zu rechtfertigen.

Wie viele Personen machen beispielsweise ihre Eltern für ihre Lage verantwortlich! Ihr Vater, ihre Mutter haben sie nicht verstanden, sie haben ihnen keine guten Bedingungen gegeben, um sich zu entfalten, sie waren traurige Vorbilder. Das mag vielleicht sein, aber diese Personen sollten wissen, dass sie diese Eltern in jedem Fall verdient haben. Wenn sie es verdient hätten, in anderen Verhältnissen zu leben, hätten sie andere Eltern gehabt. Die Eltern sind nur dem Anschein nach verantwortlich; man darf ihnen nichts vorwerfen, denn sie sind nur die Ausführenden gewesen. Das, was jeder von seinen Eltern empfängt, das hat er selbst durch seine Gedanken, seine Gefühle und seine Handlungen bereits seit Langem vorbereitet.

Derjenige, der nichts als Ungerechtigkeit sieht in dem, was ihm widerfährt, kann sich nicht entwickeln. Anstatt also niedergedrückt zu bleiben und über seine Krankheiten und Klagegründe zu grübeln, sollte er in sich gehen, sich mit seinem höheren Selbst verbinden, mit seinem göttlichen Selbst, und es bitten, ihm Licht zu senden. Wenn er begreifen wird, was er tun muss, um in sich eine Welt der Schönheit und Harmonie zu erschaffen, wird er neue Samen säen, die keimen werden. Und eines Tages wird er, anstatt sich zwischen Brennnesseln und Brombeeren zu verirren, frei durch einen großartigen Park spazieren.

 

Band 327 aus der Reihe Broschüren
ISBN 978-3-89515-127-9
64 Seiten, Paperback
4,00 Euro

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Diese Broschüre ist als E-Book erhältlich, z. B. bei buecher.de, hugendubel.de, Amazon und iTunes.

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