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Leseprobe der Neuerscheinung „Die ganze Schöpfung wohnt in uns“

Leseprobe der Neuerscheinung „Die ganze Schöpfung wohnt in uns“ – Band 326 der Reihe Broschüren

Kapitel 1: Unsere Zugehörigkeit zum Lebensbaum

Der Lebensbaum ist eine Darstellung des göttlichen Lebens, das durch die gesamte Schöpfung kreist, er repräsentiert das Universum, das Gott bewohnt und mit seiner Existenz durchdringt. Und der nach dem Bilde Gottes geschaffene Mensch ist nicht nur Teil des Lebensbaumes, sondern er ist selbst eine Nachbildung, eine Spiegelung dieses Baumes, des Baumes des ewigen Lebens. Warum also fühlt er sich nicht unsterblich? Weil er die göttlichen Gesetze nicht respektiert und sich dadurch in seinem Bewusstsein von dem Baum löst, er empfängt nicht mehr dasselbe Leben vom Baum und fühlt sich schwach und vergänglich. Um das Gefühl seiner Unsterblichkeit wiederzufinden, muss er bewusst in Beziehung zu dem Baum des Lebens treten, mit ihm kommunizieren und seine Früchte essen. Darin liegt der tiefere Sinn des Wortes »essen«: kommunizieren, um das Leben zu empfangen. Derjenige, der sich vom Baum löst, nähert sich dem Tod, denn er wird nicht mehr genährt.

Um mit dem Baum verbunden bleiben zu können und uns von seinen Früchten zu ernähren, müssen wir damit beginnen, uns bewusst zu werden, was wir darstellen, wir, in der Eigenschaft als physische Wesen, als psychische Wesen und als spirituelle Wesen. Solange wir uns nicht wirklich kennen, werden wir Instrumente und Apparate entbehren, das soll heißen, Organe, die uns mit dem Lebensbaum in Kommunikation bringen. Daher jetzt die Frage: Was sind wir genau? Es existiert keine Beschreibung des menschlichen Wesens, die das klären könnte. Diejenige, die gegenwärtig die Anatomen und die Physiologen machen, ist bereits sehr komplex, und viele andere Entdeckungen werden noch folgen. Und ganz insbesondere, was seine Psyche angeht. Man sollte daher nicht erstaunt sein, wenn die Religionen und die verschiedenen philosophischen Systeme davon nicht dieselben Darstellungen geben.

Die Hindus zum Beispiel teilen den Menschen in 6 auf (die sechs Körper: physisch, astral, mental, kausal, buddhi und atman), und die Theosophen haben die gleiche Aufteilung übernommen. Die Astrologen teilen ihn in 12, in Entsprechung mit den zwölf Tierkreiszeichen; und die Alchemisten in 4, nach den vier Elementen: Erde, Wasser, Luft und Feuer.

Die Kabbalisten haben die 4 und die 10 gewählt, in Bezug auf die vier Welten: Olam Atziluth (die Welt der Emanationen), Olam Briah (die Welt der Schöpfung), Olam Jetzirah (die Welt der Formung) und Olam Assiah (die Welt der Handlung) und in Bezug auf die zehn Sephiroth: Kether, Chokmah, Binah, Chesed, Geburah, Tiphereth, Netzach, Hod, Jesod und Malkuth.

 

In China hat das taoistische Denken die Teilung in 2 bevorzugt: die zwei Prinzipien von Yin (passiv) und Yang (aktiv). So ist es auch in der Religion der alten Perser, im Mazdaismus, ferner im Manichäismus, für den die Welt durch die beiden Prinzipien von Gut und Böse beherrscht wird, vom Licht und der Finsternis, von Ormuzd und Ahriman.

Für die Christen ist es die 3: Körper, Seele und Geist. Und wenn manche Esoteriker die Aufteilung in 9 gewählt haben, dann weil sie die drei Prinzipien von Intellekt, Herz und Wille in den drei Ebenen physisch, psychisch und geistig, oder auch physisch, geistig und göttlich gewählt haben.

Und wo liegt jetzt die Wahrheit? Bei allen, denn alles hängt davon ab, von welchem Standpunkt aus man den Menschen betrachtet. Jede dieser Aufteilungen ist nur ein bequemes Mittel, um diesen oder jenen Aspekt seiner Realität darzustellen. Keine widerspricht den anderen, weil jede von einem bestimmten Standpunkt her gesehen wahr ist. Wenn man die Anatomie des menschlichen Körpers beschreiben soll, ist man des einfacheren Verständnisses wegen gezwungen, verschiedene Bildtafeln zu zeichnen, entsprechend den verschiedenen Systemen: Knochen, Muskeln, Kreislauf, Nerven… Genauso ist es in der Geographie: Um einen möglichst vollständigen Überblick von einer Region zu geben, macht man verschiedene Karten: geologische, physische, politische, ökonomische, industrielle usw. Genauso wie die Anatomen oder die Geographen, bedienen sich die Eingeweihten verschiedener Grundmuster oder Aufteilungen, je nach Aspekten des menschlichen Wesens, die sie vertiefen wollen.

 

Kapitel 2: Sechs Körper, belebt durch sechs Seelen

Selbst überzeugte Materialisten müssen anerkennen, dass hinter der materiellen Form eines menschlichen Körpers ein feinstoffliches, unsichtbares Prinzip existiert, das ihn zusammenhält und in Bewegung setzt. Es ist dieses feinstoffliche Prinzip, das man Seele nennt, das in den Menschen eintritt und aus ihm ein lebendiges Wesen macht; und sobald ihn diese vitale Seele verlässt, stirbt der Mensch. In Wirklichkeit ist ihm die Seele nicht ein für allemal bei der Geburt gegeben; sie lässt sich in ihm in aufeinanderfolgenden Etappen im Laufe seines Lebens nieder. Darum haben die Neu-Platoniker und auch bestimmte Kirchenväter behauptet, dass der Mensch mehrere Seelen besitzt.

Ein Kind lebt neun Monate im Schoß seiner Mutter, bevor es zur Welt kommt. Die Seele, die es bewohnt, hat daher eine rein vegetative Funktion, sie befehligt die körperlichen Prozesse: den Kreislauf, die Ernährung… Bei seiner Geburt empfängt das Kind dann eine Seele, die einen Willen hat und die ihm erlaubt, mehr und mehr über eine gewisse Selbstständigkeit zu verfügen. Selbst wenn das Kind für sein Überleben vollständig von seinen Eltern abhängig ist, kann es sich ihnen sehr bald widersetzen, indem es sich weigert, zu essen oder zu schlafen. Es ist auch bestrebt, ganz allein die Welt um sich herum zu erkunden, und es erlangt nach und nach die Herrschaft über seine Gesten.

Im Alter von sieben Jahren gelangt das Kind in eine Periode, in der das Gefühlsleben mehr und mehr an Bedeutung gewinnt: Es ist die emotionale Seele, die beginnt, sich zu manifestieren. Mit vierzehn Jahren, mit Beginn der Pubertät, wenn diese emotionale Seele zur Reife gelangt, hat der Jugendliche immer mehr die Neigung, sich durch seine Sensibilität und seine Gefühle leiten zu lassen. Aber zur gleichen Zeit nehmen seine Fähigkeiten zum Nachdenken zu: Seine intellektuelle Seele hört nicht auf, Flagge zu zeigen. Und mit einundzwanzig Jahren kann man sagen, dass er im Besitz seiner mentalen Fähigkeiten ist, die er natürlich weiterhin entwickeln muss.

Auf diese Weise empfängt der Mensch, der sich auszeichnet durch seine Fähigkeit zu handeln (Wille), Gefühle zu empfinden (Herz) und zu denken (Intellekt) auf natürliche Weise diese drei ersten Seelen. Es sind diese drei Seelen, die aus ihm ein Geschöpf machen, das sich von den Tieren unterscheidet und sich natürlich noch mehr von den Pflanzen und Steinen unterscheidet. Man kann daher sagen, dass sie das bilden, was man die menschliche Seele nennen kann. Was die göttliche Seele angeht: Sie steigt nur in den Menschen herab, wenn er es wirklich wünscht und Anstrengungen macht, sie zu ihm hinzuziehen.

Sie ist selbst aus drei Seelen geschaffen, die sich durch Gedanken, Gefühle und Handlungen ausdrücken, mehr und mehr inspiriert durch die Weisheit, die Liebe und die Wahrheit.

Diese sechs »Seelen«, die von den Philosophen und Theologen des Westens beschrieben und erforscht worden sind, nennen die Weisen Indiens Körper. Und das ist keinesfalls widersprüchlich, denn jedes psychische oder geistige Prinzip braucht, um zu wirken, eine Materie, die ihm als Trägersubstanz dient. Allerdings, wenn man hierbei von Materie spricht, muss man verstehen, dass es sich nicht um diese dichte, greifbare Substanz handelt, die wir mit unseren fünf Sinnen wahrnehmen; es existieren unendlich viele Zustände der Materie, von den dichtesten bis hin zu den feinstofflichsten. Doch im Universum existiert keine Energie ohne Materie und auch keine Materie ohne Energie: Die Materie ist die Trägersubstanz, und die Energie ist das lebendige Prinzip, das sie belebt.

Wie der physische Körper, der uns zu handeln ermöglicht, so sind auch das, was wir das Herz und den Intellekt nennen – wenn auch feinstofflicher – materielle Instrumente, also Körper. Dem Herzen, durch dessen Vermittlung wir Emotionen, Gefühle und Wünsche empfinden, entspricht der Astralkörper. Dem Intellekt, der uns ermöglicht zu denken, zu überlegen und zu erforschen, entspricht der Mentalkörper. Der Mensch besteht daher aus immer feinstofflicheren Körpern. Jeder dieser Körper – der physische Körper, Astral- und Mentalkörper –, und noch darüber hinaus der Kausal-, Buddhi- und Atmankörper, der Sitz des Höheren Selbst, besitzt eine Seele. Der Körper stellt die Form dar, den Behälter, und die Seele steht für die Energie, die ihn belebt. Die beiden sind untrennbar. Die Natur selbst ist ein Körper, der Körper des universellen Geistes, den wir Gott nennen.

Band 326 aus der Reihe Broschüren
ISBN 978-3-89515-126-2
64 Seiten, Paperback
4,00 Euro

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